Verabredung zum Sex

Internet-Bekannter tötet 16-jähriges Mädchen

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Foto: dpa / dpa/DPA

Sie hatten sich wenige Stunden zuvor auf Facebook kennengelernt – ihre Verabredung endete tödlich. Ein 21-Jähriger aus Coburg wurde nun zu elf Jahren Haft verurteilt.

Wegen der Tötung seiner Internet-Bekanntschaft ist ein 21-jähriger Coburger zu einer Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Coburg sah es als erwiesen an, dass der gebürtige Amerikaner das 16 Jahre alte Mädchen im April 2011 in seiner Wohnung in Coburg mit einem Hammer schlug und dann erstach. Das Urteil lautete auf Totschlag. Der Angeklagte hatte angegeben, von der 16-Jährigen wegen einer Orgasmusstörung verhöhnt worden zu sein

"Wir hatten es mit einem Angeklagten zu tun, der nur wenig Selbstwertgefühl hat“, sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Amend bei der Urteilsbegründung. Er verwies auf die schwere Kindheit des Angeklagten. Der Angeklagte habe unter den häufigen Wohnortwechseln zwischen den USA und Deutschland gelitten.

13 Mal auf Opfer eingeschlagen

Für den 21-Jährigen habe sein frühzeitiges Geständnis gesprochen. Andererseits sei der Mann sehr brutal vorgegangen. "Der Angeklagte schlug mit einem 300 Gramm schweren Hammer 13 Mal auf eine kleine, schmale junge Frau ein. Das ist unaussprechlich“, sagte der Richter.

Eine Verurteilung des Mannes wegen Mordes sei indes aus Mangel an Beweisen ausgeschieden. "Denkbar wäre nur Heimtücke gewesen, aber wir haben keine Anhaltspunkte dafür gehabt“, sagte der Richter. Anklage und Gericht hatten sich während des drei Monate dauernden Prozesses im Wesentlichen auf das Geständnis des Mannes gestützt.

Streit nach Verabredung zum Sex

Der Fall hatte im vergangenen Jahr bayernweit für Aufsehen gesorgt, weil nach der 16-Jährigen mehrere Tage lang vergeblich gesucht worden war. Täter und Opfer hatten sich erst am Tattag bei Facebook kennengelernt.

Nach einer ausgiebigen Spritztour mit einem Auto verabredeten sich die beiden später zum Sex in der Wohnung des Angeklagten. Dabei sei es zu dem Streit gekommen, bei dem der 21-Jährige ausrastete. Er selbst hatte die Polizei zu der Leiche geführt, die er in einem Waldstück nahe Coburg versteckt hatte.

( dapd/ahi )

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