Indonesien

Achtjähriger Kettenraucher muss in Therapie

Er sei wie von bösen Geistern besessen, sagt ein Jugendschützer über Ilham. Der Achtjährige raucht Kette und ist ohne Nachschub unkontrollierbar. Nun wird er therapiert.

Ein achtjähriger Kettenraucher in Indonesien muss in Therapie. Der Junge Ilham, der täglich Dutzende Zigaretten raucht, bedürfe dringender Hilfe, da seine Sucht ein alarmierendes Maß erreicht habe, sagte ein Jugendschutzbeamter am Freitag.

Wenn er eine Weile keine Zigarette geraucht habe, werde er aggressiv und unkontrollierbar. „Er verhält sich, als ob er von bösen Geistern besessen sei“, sagte der Beamte. Der Jungen soll nun zur Behandlung in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Jakarta gebracht werden.

Ohne Nachschub verliert er völlig die Kontrolle über sich

„Ich hoffe die Therapie funktioniert, so dass mein Sohn in die Schule zurückkehren und ein normales Leben wie andere Kinder führen kann“, sagte Ilhams Vater Agan Umar. Der schon seit vier Jahren rauchende Junge verliere ohne stetigen Nachschub völlig die Kontrolle über sich, sagte der Vater, er zerschlage dann „Glasfenster und alles in seiner Reichweite“.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Indonesien den höchsten Anteil junger Raucher weltweit. Demnach hat jedes vierte Kind zwischen drei und 15 Jahren bereits einmal geraucht.

Im Jahr 2010 sorgte ein Video für Aufsehen, in dem ein übergewichtiger Zweijähriger auf der Insel Sumatra zu sehen war, wie er an einer Zigarette zog. Die Eltern gaben schließlich zu, dass ihr Sohn 40 Zigaretten am Tag rauchte. Auch er wurde in Entziehungskur geschickt.

( AFP/mak )

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