Schiffshavarie

11.000-Tonnen-Tanker rammt Felsen vor Sizilien

Zwei Monate nach der Havarie der "Costa Concordia" sorgt ein neues Unglück vor Italiens Küste für Aufsehen. Die Besatzung der "Gelso M" konnte gerettet werden.

Ein unbeladener italienischer Öl-Tanker ist während eines Sturms vor der Insel Sizilien auf einen Felsen gelaufen. Die rund 150 Meter lange „Gelso M“ habe ein Leck im Maschinenraum und sei in Schieflage geraten, teilte die Küstenwache am Samstag mit. Verletzt wurde niemand. Die 19-köpfige Besatzung konnte in einer riskanten Rettungsaktion mit Hubschraubern von Bord geholt werden.

„Die Helikopter mussten wegen des schrecklichen Wetters unter kritischen Umständen fliegen, aber jetzt ist die Crew in Sicherheit“, sagte Küstenwache-Offizier Filippo Marini dem TV-Sender Sky TG24. Experten prüfen nun, ob der 11.000-Tonnen-Tanker trotz der Schlagseite in einen Hafen geschleppt werden kann. Das Schiff war auf dem Weg von Venedig in den sizilianischen Hafen Augusta, als es auf der Höhe der Stadt Syrakus einen Felsen rammte, wie es weiter hieß.

Unwetter im Mittelmeer fordern Todesopfer

Stürmisches Wetter traf auch andere Teile des südlichen Mittelmeeres. Auf Malta starb ein britischer Tourist, der von einer Welle ins Meer gerissen wurde, wie Medien berichteten. Auf der Insel selbst blockierten umgestürzte Strommasten und Bäume mehrere Straßen. Auch zahlreiche Boote wurden beschädigt.

Vor knapp zwei Monaten war das italienische Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ vor der Insel Giglio gekentert. Mindestens 25 Menschen starben, sieben weitere werden immer noch vermisst. Die italienische Kreuzfahrtreederei Costa Crociere gibt dem Kapitän Francesco Schettino die Schuld an dem Unglück.