Republik Kongo

Mehr als 150 Tote bei Explosionen in Waffenlager

Bei gewaltigen Explosionen in der Hauptstadt der Republik Kongo, Brazzaville, sind am Sonntag zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden. Ausgelöst wurden die Detonationen nach Angaben der Regierung durch einen Brand in einem Waffenlager

Foto: AFP

Bei einer Serie von Explosionen in einem Waffenlager in der Republik Kongo sind am Sonntag nach offiziellen Angaben mehr als 150 Menschen getötet werden. Hunderte weitere Menschen seien bei den Detonationen auf einem Militärstützpunkt in der Hauptstadt Brazzaville verletzt worden, sagte ein Mitarbeiter des Präsidialamts unter Berufung auf Krankenhausangaben. Weitere Menschen seien in ihren Häusern eingeschlossen worden.

Verteidigungsminister Charles Zacharie Bowao trat Spekulationen entgegen, Ursache der Detonation sei ein Putschversuch oder eine Meuterei. Das Unglück sei durch einen Brand ausgelöst worden, sagte er im staatlichen Rundfunk.

Nach den Explosionen breitete sich Panik aus. Auch in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, die gegenüber von Brazzaville auf der anderen Seite des Flusses Kongo liegt, gingen durch die Wucht der Detonationen Fenster zu Bruch. Die Regierungen beider Länder riefen die Bevölkerung zur Ruhe auf.

Der Explosionsort liegt in der Nähe eines bevölkerungsreichen Stadtviertels. „Ich habe mindestens fünf oder sechs heftige Explosionen gehört“, sagte ein Zeuge. „In unserem Hotel sind Fenster herausgeflogen und die Hälfte der Decke abgestürzt.“ Auf die ersten starken Explosionen folgten weitere schwächere. Noch Stunden später war Kinshasa in dichten Rauch gehüllt.

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