Bahn-Panne

Zug fährt eine Stunde in die falsche Richtung

Auf der Anzeigetafel stand Uelzen, doch die Fahrgäste landeten in Celle. Grund für die Irrfahrt war laut Unternehmen ein Kommunikationsproblem.

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Peinliche Panne: In Niedersachsen ist ein Zug der Eisenbahngesellschaft Metronom am Mittwochnachmittag eine Stunde in die verkehrte Richtung gefahren. Der vollbesetzte Metronom sollte eigentlich vom Hauptbahnhof Hannover nach Uelzen fahren, kam dort aber nie an. Stattdessen fuhr er nach einem Abstecher über Lehrte nach Celle. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe.

Falsches Fahrtziel und kein Zugbegleiter

Zwar habe der Zugführer laut Metronom Eisenbahngesellschaft das geänderte Fahrtziel rund zehn Minuten vor der Abfahrt durchgesagt, jedoch nicht nochmal wiederholt, hieß es in dem Bericht. Wer später einstieg, wurde also nicht mehr informiert. Auf den Anzeigetafeln wurde zudem weiterhin das ursprüngliche Zugziel Uelzen angegeben.

Grund für die Umleitung des Zuges war offenbar ein Kupferdiebstahl. Langfinger hatten zahlreiche Kabel auf der Strecke nach Uelzen entwendet, so dass die Züge dort zeitweise nicht verkehren konnten.

Während der Irrfahrt setzte sich dann die Pannenserie fort. Aufgrund der kurzfristigen Änderungen fehlte der Zugbegleiter und niemand kümmerte sich um die verunsicherten Fahrgäste. In Lehrte ließ der Lokführer die Fahrgäste dann nicht aussteigen, da er selbst den Fahrtstand wechseln musste und als einziger Verantwortlicher im Zug mit anderen Dingen beschäftigt war, teilte das Unternehmen mit.

Laut Metronom ist "nicht alles optimal verlaufen"

Erst nach einer Stunde konnten die Fahrgäste schließlich in Celle den Zug verlassen und umsteigen. Busse, die die Kunden nach Großburgwedel, Isernhagen oder Langenhagen transportieren sollten, kamen nach Angaben von Fahrgästen erst nach 45 Minuten.

Die Metronom Eisenbahngesellschaft entschuldigte den Zwischenfall mit einem Kommunikationsproblem. "Wir möchten uns bei unseren Kunden entschuldigen, da nicht alles optimal gelaufen ist", sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen.