Nach Überfall

Mann spaziert mit Kugel in der Brust durch Wuppertal

Obwohl er lebensgefährlich von einer Pistolenkugel getroffen wurde, spazierte ein Wuppertaler seelenruhig weiter. Er hielt die Verletzung für "nicht gravierend".

Mit einer Kugel in der Brust ist ein 49-jähriger Mann in der Nacht durch Wuppertal spaziert. Ein maskierter Räuber hatte nach dem Überfall auf eine Spielhalle um sich geschossen und den Passanten lebensgefährlich getroffen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft.

Das Opfer habe die Verletzung zwar bemerkt, aber „nicht als gravierend wahrgenommen“.

Eine Stunde später sah ein Autofahrer den blutenden Spaziergänger, den er von früher kannte. Er brachte den 49-Jährigen in eine Klinik.

Wie die Ermittlungen ergaben, war der kleine, dicke Räuber von einem Spielhallen-Mitarbeiter und einem Gast verfolgt worden. Um die Verfolger abzuschütteln, hatte er mehrere Schüsse abgefeuert. Er entkam mit mehreren hundert Euro Beute. Die Polizei bildete eine Sonderkommission.