Bundespräsidentenkür

Senta Berger und Hans Well wählen Staatsoberhaupt

Die Schauspielerinnen Senta Berger und Monika Baumgartner sowie der Ex-Biermösl-Blosn-Musiker Hans Well dürfen am 18. März den neuen Bundespräsidenten wählen.

Wenn am 18. März in Berlin die 1240 Mitglieder der Bundesversammlung einen neuen Bundespräsidenten wählen, dann sind auch 95 Vertreter aus Bayern unter ihnen. Die fünf Fraktionen im Landtag nominierten nun entsprechend ihrer Fraktionsstärke ihre Wahlmänner und -frauen. Obwohl Persönlichkeiten von außen benannt werden können, finden sich kaum Nicht-Politiker unter ihnen.

CSU verzichtet auf Prominenz

Bayerns CSU-Fraktion verzichtet ganz auf Vertreter etwa aus Sport und Adel. So sind die prominentesten Namen unter den 47 Wahlleuten Ministerpräsident Horst Seehofer sowie die beiden CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und Theo Waigel.

Bei der Bundespräsidentenwahl 2004 hatte die CSU noch Gloria Fürstin von Thurn und Taxis gesetzt. Die Adlige stimmte allerdings überraschend nicht für den Unions-Kandidaten Horst Köhler, sondern für SPD-Frau Gesine Schwan. Am 12. März stellt sich Joachim Gauck deshalb wohl vorsorglich bei der CSU in München vor.

SPD benennt auch Senta Berger

Die SPD-Fraktion entsendet 20 Wahlmänner und Wahlfrauen zur Wahl nach Berlin und benannte unter anderem die Schauspielerin Senta Berger und den SPD-Ehrenvorsitzenden Hans-Jochen Vogel. Die Grünen nominierten insgesamt neun eigene Wahlleute, unter ihnen Ex-Biermösl-Blosn-Musiker Hans Well und Schauspielerin Monika Baumgartner.