"Costa Concordia"

Zahl der deutschen Todesopfer steigt auf vier

Die Zahl der bei dem Schiffsunglück der "Costa Concordia" ums Leben gekommenen Deutschen ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes auf vier gestiegen. Außerdem werden noch acht weitere Bundesbürger vermisst.

Foto: REUTERS

Bei dem Schiffsunglück der „Costa Concordia“ vor der toskanischen Küste sind mindestens vier Deutsche ums Leben gekommen. Das bestätigte das Auswärtige Amt am Donnerstag. Außerdem würden acht weitere Bundesbürger vermisst.

Unter den geborgenen Leichen sind ein 74-jähriger Mann aus Maintal in Hessen und eine 52-jährige Frau aus Mittelfranken in Bayern, wie die örtliche Polizei bestätigte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge stammte die Frau aus Oberasbach im Landkreis Fürth. Sie soll demnach mit einer Freundin auf dem Kreuzfahrtschiff unterwegs gewesen sein. Die Bekannte hatte auf Facebook einen Suchaufruf veröffentlicht. Die Ehefrau (65) des geborgenen Mannes aus Maintal konnte sich von dem havarierten Schiff retten. Laut einem Medienbericht erwog sie, den Kapitän des Kreuzfahrtriesen wegen Mordes anzuzeigen.

Die anderen beiden deutschen Opfer stammten aus Nordrhein-Westfalen und Berlin. Das geht aus den veröffentlichen Vermisstenlisten der italienischen Behörden hervor. Bei dem Toten aus Berlin handelt es sich um einen 66-Jährigen aus Berlin-Adlershof. Von seiner 60 Jahre alten Begleiterin fehlt nach wie vor jede Spur.

Insgesamt hatten die Taucher bis zum Donnerstagnachmittag 16 Tote gefunden. Die Suche nach Vermissten vor der Insel Giglio geht weiter. Etwa 20 Menschen werden noch vermisst, darunter acht Deutsche.

Die „Costa Concordia“ war am Abend des 13. Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio im Mittelmeer auf Grund gelaufen und gekentert. An Bord des Kreuzfahrtschiffes waren etwa 4200 Menschen, darunter 566 Deutsche. Ein Lebender wurde zuletzt am 15. Januar von der „Costa Concordia“ geborgen.

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