Düsseldorf

Rumänische Prostituierte in Luxushotel erstochen

Mord im Rotlichtmilieu: Das Zimmermädchen fand in einer Düsseldorfer Nobel-Suite die blutüberströhmte Leiche einer rumänischen Prostituierten. Offenbar eine Beziehungstat.

Foto: dpa / dpa/DPA

Ein Zimmermädchen macht einen grausigen Fund in einem Düsseldorfer Nobelhotel: In einer Suite findet sie die blutüberströmte nackte Leiche einer jungen Frau. Inzwischen steht fest: Es handelte sich um eine Beziehungstat an einer Prostituierten.

Die 25-jährige Rumänin Christina B. sei wahrscheinlich Opfer einer Beziehungstat geworden, sagte der zuständige Staatsanwalt Christoph Kumpa am Samstag. Nach dem Freier wird bundesweit gefahndet. Der Mann hatte die Luxus-Suite gebucht und gemeinsam mit dem späteren Opfer in dem Hotel eingecheckt.

Es gebe keine Anhaltspunkte für ein Sexualdelikt. Gegen den Begleiter wurde Haftbefehl wegen Totschlags beantragt. Bis zum Sonntagmittag konnten die Fahnder den Deutsche noch nicht aufspüren.

Ein Zimmermädchen hatte die nur mit Socken bekleidete Leiche der jungen Frau am Freitagmorgen in einer Luxus-Suite des Hotels im angesagten Medienhafen gefunden. Der Körper wies nach Angaben Kumpas mehrere Stichverletzungen auf.

Christina B. arbeitete den Angaben zufolge für einen Escortservice. Mit ihrem Freier, der sie bereits seit mehreren Monaten „gebucht“ hatte, war sie am Mittwoch in dem Hotel abgestiegen. Getötet wurde sie nach Angaben der Ermittler wohl in der Nacht zum Freitag. Weder Angestellte des Hotels noch andere Gäste hätten etwas von einem Kampf bemerkt oder gar Schreie gehört. Die Leiche wurde obduziert.

Die Tatwaffe sei noch nicht eindeutig identifiziert. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Der Begleiter von Christina B. sei bisher nicht wegen Gewalttaten in Erscheinung getreten, sagte Kumpa. Seine Identität sei bekannt, er habe unter seinem richtigen Namen in dem Hotel eingecheckt.

Am Freitagabend habe eine enge Freundin von Christina B., die mit ihr zusammenlebte, sie bei der Polizei als vermisst gemeldet, sagte der Leiter der sofort eingesetzten Mordkommission „Hafen“, Kriminalhauptkommissar Steffen Franke. „Es war sehr schnell klar, dass es sich um das Opfer im Hotel handelt.“