Dschungelcamp – Tag 4

Diät, Rücktrittsdrohungen und Ailtons Handspiel

Der vierte Tag im RTL-Straflager: Ramona Leiß krönt sich selbst zur Dschungelzicke 2012, und Ailton verliert die Beherrschung. Das sind die nackten Tatsachen.

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet Ramona Leiß entpuppt sich als die Dschungelzicke 2012. Ja, von einer Micaela Schäfer hätte man das erwartet, ein Busen-Duell zwischen ihr und Brigitte Nielsen hatte RTL schon fest eingeplant.

Der ehemaligen „Fernsehgarten“-Moderatorin hatte man die Rolle „nett und harmlos“ zugedacht. Als Camp-Älteste hätte sie am Lagerfeuer sitzen und Geschichten aus ihrer bewegten Karriere (Erfolg! Schulden! Outing!) erzählen sollen.

Doch das Leben läuft nicht immer so, wie das „Scripted Reality“-Drehbuch es vorsieht. Ramona spielt nämlich einfach nicht mit. Stattdessen spuckt sie lieber Gift und Galle. Ihr Lieblingsthema: die Unordnung im Lager. Da fliegen schon mal die dreckigen Teller auf saubere Matratzen und im Kugelfeuer ihres Wortgefechts ist schon mancher Mit-Insasse schwer getroffen worden.

Verbale Amokläufe und Rücktrittsdrohungen

Zwischen ihren verbalen Amokläufen hat die Ex-Moderatorin erstaunlich klare Momente: „Ich bin schon die Dschungelzicke, hab ich so das Gefühl.“ Ein Hoch auf die weibliche Intuition! Dann will sie sogar hinschmeißen und abreisen: „Ich habe nicht so lange gearbeitet und einen seriösen Job gemacht, damit ich mich jetzt so verabschiede.“ Wir sagen es ja nur ungern, Ramona, aber dieser Zug ist schon längst abgefahren. Spätestens als deine Unterschrift den Pakt mit dem Teufel – Pardon: mit RTL – besiegelte.

Nach fünf Staffeln „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ weiß der geneigte Zuschauer aber, dass im Dschungel-Delirium ausgestoßene Rücktrittsankündigungen so ernst zu nehmen sind, wie Bundespräsident Wulffs Entschuldigungen.

So wird auch Magier Vincent Ravens Wunsch, das Lager nie betreten zu haben und es nun so schnell wie möglich wieder zu verlassen, ungehört im Urwald verklingen. Der Rabenmeister vermisst nicht etwa seine Seelenfreunde, die Raben, sondern ganz ordinär seine Fluppen. Vier bis fünf Schachteln raucht er normalerweise pro Tag. Das erklärt natürlich einiges: Sein Gehirn ist schlicht vernebelt.


Ailton wagt ein riskantes Handspiel

Ailtons graue Zellen haben ein anderes Problem: In seinem Kopf herrscht momentan Blutarmut. Das staut sich nämlich momentan in anderen Körpergefilden des Fußball-Dickerchens. Micaelas Schönheit setzt ihm von Tag zu Tag mehr zu.

Man kann förmlich in seinem Gesicht lesen, wie er mit sich ringt: „Oh, attraktiv Micaela machte siche nackig. Aber wenn ich mit ihr bade, jagt mich mein Frau mit Caramba aus dem Haus!“

Dann wird ihm schlagartig bewusst, dass sie das nach den Kuschelattacken der vergangenen Tage sowieso tun wird. Und ergreift beherzt die Gunst der Stunde in Form von Micas linker Brust. Jeder Schieds- bzw. Scheidungsrichter würde da ein lupenreines Handspiel pfeifen! Jetzt könnte er sich nur noch mit der „Hand Gottes“ herausreden...

In der Dschungelprüfung muss sich dieses Mal Ex-“Tic Tac Toe“-Mitglied Jazzy behaupten. Waagerecht angegurtet, wird sie in Wagen mit stinkendem Schleim, sich schlängelnden Schlangen und wuselnden Ratten herabgelassen, um dort Sterne zu finden. Besonders viel Mühe gibt sie sich dabei nicht, bringt am Ende nur sechs Essensrationen mit zurück ins Camp. Ihre Begründung: „Ich stress‘ mich hier nicht. Ich bin hier nur wegen der Diät.“ Gesunde Einstellung, irgendwie.