Südkorea

Wetterbericht warnt auch vor Schnupfen

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Seoul – Vorbeugung ist alles, denken sich die Macher von Südkoreas Wetterbericht. Die meteorologischen Institute arbeiten hier schon seit einer Weile daran, den Service für ihre Kunden aufzupeppen. Und so warnt die südkoreanische Wetterfee bei ihrer täglichen Vorhersage ab dem kommenden Monat nicht mehr nur vor Kälte, sondern auch vor Erkältungsgefahr.

Ab November soll dieser neue Index dem täglichen Wetterbericht hinzugefügt werden. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, sich Schnupfen und Husten einzufangen? Verantwortlich für den Dienst ist Heo Hye-sook vom südkoreanischen Amt für Meteorologie. Zwei Komponenten, erklärt Heo, beeinflussen die Anfälligkeit der Menschen für Erkältungskrankheiten: Extreme Unterschiede zwischen hohen und tiefen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit. Diese beiden Faktoren werden künftig Tag für Tag berechnet, damit die Südkoreaner rechtzeitig Vitamine schlucken oder Taschentücher einpacken können. Ärzte, erklärt die Wetterexpertin, sind nämlich der Ansicht, dass Viren sich gerne in kalter und trockener Luft aufhalten und so das Infektionsrisiko erhöhen.

In Seoul, Busan und sieben anderen südkoreanischen Städten soll also demnächst ein dreitägiger Viren-Warndienst ausgegeben werden. Der Dienst wird nur im Winter angeboten, von November bis Februar. Dabei wird es vier Stufen geben: von geringem Erkältungsrisiko bis zum höchsten Schnupfenalarm.

Dieser Erkältungs-Index ist die letzte Neuerung unter Südkorea unkonventionellen Wettervorhersagen. Das Amt kombiniert bereits Wetterdaten wie potentielle Regenfälle, Wind, Graupel und andere Faktoren und berechnet daraus einen Index für Verkehrsrisiken. Außerdem gibt es einen Lebensmittelvergiftungs-Index, Asthma-Warnungen und eine Vorhersage für ultraviolette Strahlen.