Schiffbrüchig vor Sydney

Kühlbox rettet Kinder und Väter nach Bootsuntergang

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Foto: dpa / dpa/DPA

Es begann als ein typischer Männerausflug: Zwei Elfjährige fahren mit ihren Vätern zum Fischen. Plötzlich ein Motorschaden, das Boot sinkt. Zum Glück schwamm ihre Kühlbox.

An eine Kühlbox geklammert haben zwei Elfjährige und ihre Väter vor Australien den Untergang ihres Fischerbootes überlebt. Die vier wurden nach einer Dreiviertelstunde aus dem Meer gefischt, berichtete der Chef der Westpac-Lebensretter Steve Leahy im Fernsehen. Sie entdeckten die Gruppe vom Helikopter aus rund sieben Kilometer vor dem Hafen von Sydney und warfen ein aufblasbares Rettungsboot ab. Die vier wurden kurz drauf von der Wasserpolizei in den Hafen gebracht .

Scott Smiles (43) und Rick Matthews (46) waren mit ihren Söhnen im Morgengrauen zum Fischen herausgefahren, auf dem zwölf Meter langen Boot „Intrepid“, das sie erst vor zwei Wochen von Smiles' Schwester gekauft hatten. „Ich sah schwarzen Rauch aus dem Auspuff kommen“, berichtete Smiles, wie Matthews ein erfahrener Fischer, Reportern nach der Rettung. „Ich rannte runter, um den Motor abzustellen – da drang schon das Wasser ein.“

Notfunkbake führte Retter zu den Schiffbrüchigen

Die Männer machten dem Bootsnamen – übersetzt „unerschrocken“ – alle Ehre. Matthews sah die Katastrophe kommen und zog den Jungen die Schwimmwesten an. Einer der Männer setzte noch einen Handy-Notruf ab, der die Lebensretter erreichte, doch war die Leitung tot, ehe er viel sagen konnte, wie Leahy später berichtete. Smiles schnappte sich seine Geldbörse, die Kühlbox und die Notfunkbake und die vier sprangen ins Wasser. „Das Boot ging innerhalb von einer Minute unter“, sagte er.

Er konnte aber den Notrufalarm aus dem Wasser aktivieren. „Sie haben echt Glück gehabt. Und ihren Menschenverstand eingesetzt“, sagte Leahy. Dass Smiles in letzter Sekunde die Notrufbake schnappte, dürfte ihnen das Leben gerettet haben. „Wenn er das nicht gemacht hätte, würden wir wahrscheinlich immer noch nach ihnen suchen“, sagte der Sprecher der Wasserpolizei, Mark Hutchings, Stunden nach dem Unglück im Fernsehen.

( dpa/kami )

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