Preiswert und sicher

Behörde empfiehlt MP3-Böller statt echte Knaller

Auf Digital- statt auf Pyrotechnik zu setzen, empfiehlt das philippinische Gesundheitsministerium. Knaller zum Herunterladen aus dem Netz sind ungefährlich und kosten viel weniger.

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Im Böller-Wettstreit in der Silvesternacht gibt es auf den Philippinen in diesem Jahr eine preiswerte und ungefährliche Alternative. Das Gesundheitsministerium empfahl MP3-Dateien mit Knallgeräuschen zum Herunterladen an.

„Wir haben den sichersten Feuerwerkskörper der Welt gefunden“, sagte der stellvertretende Minister Eric Tayag. „Wer Krach will, um das neue Jahr zu begrüßen, findet hier das richtige. Wir können uns von echten Böllern verabschieden.“ Die Dateien wurden von dem Gitarristen einer Popband aufgenommen und zur Verfügung gestellt.

Auf den Philippinen wird das neue Jahr wie anderswo in der Welt mit tausenden Böllern und Feuerwerkskörpern begrüßt. Das geht auf den Glauben zurück, böse Geister und Unglück zu vertreiben. Im vergangenen Jahr kamen bei dem mitternächtlichen Spektakel vier Menschen ums Leben und mehr als 200 wurden verletzt.

Vorsicht bei Silvester-Krachern

Auch in Deutschland wird zu Vorsicht an Silvester geraten: Das Deutsche Rote Kreuz hat vor schweren Verbrennungen und Verletzungen beim Hantieren mit Feuerwerk gewarnt. „Seit diesem Jahr sind aufgrund einer neuen EU-Verordnung Böller mit deutlich höherer Sprengkraft erlaubt“, teilte der Rettungsdienst in Bad Kreuznach mit.

Die Sanitäter raten: Nur zugelassene Knaller benutzen, mit Raketen nicht auf Menschen zielen und nicht betrunken mit Knallern experimentieren. „Lassen Sie Blindgänger am Boden liegen“, warnte das DRK. „Zünden Sie diese nicht erneut an!“

Bei Unfällen sollen Verletzte angesprochen und beruhigt werden. Brennende Kleider müssen gelöscht werden: „Mit Wasser übergießen, die Flammen mit einer Decke ersticken oder den Betroffenen auf dem Boden wälzen“, raten die Experten. Verbrannte Körperstellen sollten sofort mit handwarmem Wasser übergossen oder maximal zehn Minuten in Wasser getaucht werden.

Brandwunden könnten bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts mit einem Verbandstuch locker abgedeckt werden. „Brandblasen nicht öffnen!“, hieß es. Der DRK warnte auch davor, verschmorte Kleidung auszuziehen oder Hausmittel zu benutzen.