Westerwald-Fall

Täter nach Missbrauchsskandal auf der Flucht

Detlef S. missbrauchte seine Töchter und verkaufte sie an Freier. Nach einem von ihnen wird seit Wochen international gefahndet. Er ist wohl in der Türkei untergetaucht.

Die Polizei fahndet international nach einem verurteilten Täter des Missbrauchs-Skandals in Fluterschen. Der 64-Jährige sei seit mehr als sechs Wochen auf der Flucht, teilte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner am Dienstag mit.

Er bestätigte damit einen Bericht der „Rhein-Zeitung“, wonach der Mann im November seine Haftstrafe hätten antreten müssen. Das Landgericht Koblenz hatte ihn zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, weil er eine damals 16-jährige Tochter des Haupttäters vergewaltigt und missbraucht hatte.

Dem Zeitungsbericht zufolge vermutet die Staatsanwaltschaft, der Mann könnte in seinem Heimatland Türkei untergetaucht sein. „Aber die Türkei liefert ihre Staatsangehörigen nicht aus“, hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund dem Blatt gesagt.

Im Prozess hatte der 64-Jährige die Taten über seine Anwältin zugegeben. Er war einer der drei Männer, an die der Haupttäter Detlef S. aus dem Westerwald seine beiden Töchter für Sex verkauft hatte. Detlef S. war zu vierzehneinhalb Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt worden.