Tropensturm Washi

Zahl der Toten auf den Philippinen steigt auf 1250

Zehn Tage nach dem Durchzug des verheerenden Tropensturms „Washi" auf den Philippinen ist die Zahl der Toten auf 1250 gestiegen. Es müsse mit weiteren Opfern gerechnet werden, hieß es. Täglich werden weitere Tote an die Strände gespült.

Rund zehn Tage nach dem Durchzug des verheerenden Tropensturms „Washi“ auf den Philippinen ist die Zahl der Toten auf rund 1250 gestiegen. Es müsse zudem mit weiteren Opfern gerechnet werden, sagte der Leiter des Zivilschutzes, Benito Ramos, am Dienstag. Seine Behörde registriere nicht länger die Vermissten, weil es hierzu keine zuverlässigen Zahlen gebe.

Mindestens 1249 Menschen wurden laut den jüngsten offiziellen Angaben getötet, als „Washi“ über die südphilippinische Insel Mindanao hinwegfegte. Zunächst hatten die Behörden die Opferzahl mit fast 1500 angegeben, dies aber wieder nach unten korrigiert, weil einige Leichen doppelt gezählt worden seien.

Ramos sagte weiter, das Meer spüle ständig weitere Tote an. Weitere Opfer würden unter umgestürzten Bäumen und Schlammmassen gefunden. Die Leiterin des regionalen Katastrophenschutzes, Ana Caneda, erklärte, sie wisse nicht, wie viele Leichen noch unter dem Schlamm begraben lägen. Doch die Rettungskräfte seien nach vielen Einsatztagen müde, selbst die Leichenspürhunde seien erschöpft.

Ihrer Einschätzung zufolge könnte die Opferzahl noch auf bis zu 2000 steigen. Inzwischen gaben die philippinischen Behörden angesichts eines möglichen weiteren Tropensturms eine neue Flutwarnung aus.

Der Tropensturm „Washi“ war zwischen dem 16. und 18. Dezember über Mindanao hinweggefegt und hatte dort Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Am stärksten betroffen waren die Hafenstädte Cagayan de Oro und Iligan. Von den Zerstörungen sind insgesamt rund 471.000 Menschen betroffen, die Sorge vor Epidemien wächst.

Rund 55.000 Menschen fanden in behelfsmäßigen Notfallszentren Unterschlupf. Die Regierung versprach den Menschen, Zeltstädte zu errichten, in denen sie möglicherweise drei Monate bleiben könnten, bis bessere Notunterkünfte zur Verfügung stünden. Gesundheitsminister Enrique Ona sagte, die Regierung denke auch darüber nach, verschont gebliebenen Haushalten Geld zu zahlen, wenn sie Betroffene aufnähmen.

Italien schickte ein Flugzeug mit 40 Tonnen Hilfsgütern an Bord auf die Philippinen. Die Maschine brachte Decken, Zelte und Wasseraufbereitungsgeräte auf die Insel Mindanao, wie das Außenministerium am Dienstag in Rom mitteilte.