Rügen

Kaum noch Hoffnung für verschüttetes Mädchen

Seit 18 Stunden suchen Helfer nach einer Zehnjährigen, die am Montag auf Rügen von Schlamm- und Geröllmassen erfasst worden war. Der Einsatzleiter spricht von nur noch geringen Aussichten, das Mädchen lebend zu finden. Die Familie stammt aus Kyritz in Nordbrandenburg.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Bei der verzweifelten Suche nach einem verschütteten Mädchen auf Rügen schwindet die Zuversicht. „Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt. Aber nach 18 Stunden erfolgloser Suche ist die Aussicht, das Kind lebend zu finden, nur noch sehr gering“, sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb am Dienstag.

An einer Stelle, an der in der Nacht Suchhunde angeschlagen hatten, seien die Rettungskräfte nicht fündig geworden. Bei der bis ins Wasser reichenden Suche gerieten die Helfer selbst in Gefahr, da weitere Teile der Steilküste am Kap Arkona im äußersten Norden Rügens abzubrechen drohten. „Es gibt neue Risse am Hang. Wir beobachten das genau und müssen die Suche gegebenenfalls abbrechen“, sagte Hartlieb.

Am Montag hatten herabstürzende Schlamm- und Geröllmassen eine aus Kyritz in Nordbrandenburg stammende Mutter und ihre beiden 10 und 14 Jahre alten Töchter erfasst. Die Mutter wurde schwer verletzt, die 14-Jährige erlitt leichtere Verletzungen. Beide kamen ins Krankenhaus. Von der Zehnjährigen fehlt noch jede Spur. Die Unglücksstelle ist weiträumig abgesperrt.

Die Steilküste am Kap Arkona mit seinem historischen Leuchtturm ist eines der beliebtesten Ziele für Strandspaziergänge auf Rügen. Auf Deutschlands größter Insel kommt es immer wieder zu unkontrollierten Abbrüchen an den Steilküsten im Norden und Osten.