Geschäfte gestürmt

US-Kunden prügeln sich um neue "Air Jordan"-Schuhe

Doug Esser

Beim Verkaufsstart der neuen "Air Jordan" kam es in den USA zu Handgreiflichkeiten. Schüsse fielen, ein Mann wurde niedergestochen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

Raufereien, Vandalismus und mehrere Festnahmen: So liest sich die Bilanz des Verkaufsstarts eines neuen Basketballschuhs in den USA. Um sich ein Paar der nur in streng limitierter Auflage erhältlichen neuen „Air Jordans“ des Herstellers Nike zu sichern, hatten hunderte Kunden vor Öffnung der Geschäfte bis zu sieben Stunden in der Schlange gestanden.

Bereits in der Nacht war es in einigen Städten zu Handgemengen gekommen. In einem Streit vor einem Einkaufszentrum im Staat New Jersey wurde ein 20-Jähriger niedergestochen. Im kalifornischen Richmond wurden vor einer Shopping-Mall wartende Kunden nach Hause geschickt, als am frühen Morgen Schüsse zu hören waren.

In einem Vorort von Seattle hatten sich nach Angaben der Polizei bis 04.00 Uhr morgens etwa 1000 Menschen vor einem Schuhgeschäft versammelt. Auch hier kam es zu Raufereien, bei denen mehrere Menschen leicht verletzt wurden.

Die Polizei setzte Pfefferspray gegen 20 Kunden ein, die sich um die begehrten Schuhe schlugen. Ein 18-Jähriger wurde festgenommen, als er seine Fäuste auch gegen einen Beamten erhob. „Seine Schuhe hat er nicht bekommen, stattdessen sitzt er nun im Gefängnis“, sagte Polizeisprecher Mike Murphy.

Zuletzt war es auch am „Black Friday“, dem traditionellen Start des Weihnachtsgeschäfts in den USA, in Einkaufszentren in mehreren Städten des Landes zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Kunden gekommen.

( dapd/mk )

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