"Globe of Death"

Motorrad-Artisten kollidieren in Stahlgitterkugel

Zwei Motorrad-Artisten haben sich im Trierer Weihnachtscircus schwer verletzt. Sie stießen bei einem Stunt zusammen. Die Vorstellung wurde fortgesetzt.

Bei einer Vorstellung des Trierer Weihnachtscircus sind zwei Motorrad-Artisten zusammengeprallt und verletzt worden, einer von ihnen schwer. Wie ein Zirkussprecher am Samstag berichtete, waren die beiden Fahrzeuge während der Abendvorstellung am Freitag bei der Nummer "Globe of Death" kollidiert.

Von der vierköpfigen kolumbianischen Truppe Los Talento Stars waren zu diesem Zeitpunkt drei Fahrer in der Stahlgitterkugel mit rund fünf Metern Durchmesser.

Schwer verletzt wurde ein 26 Jahre alter Fahrer. Seine stark blutende Platzwunde am Kopf wurde noch im Zelt von Helfern aus dem Publikum und Mitarbeitern der Veranstalter behandelt, sagte Zirkussprecher Oliver Häberle.

Der 26-Jährige liege zur Beobachtung auf der Intensivstation im Krankenhaus. Er habe schwere Prellungen am ganzen Körper, Lebensgefahr bestehe aber nicht. Die Ärzte vermuteten, dass der Kolumbianer eine kleinere Gehirnblutung erlitten hatte und deshalb verunglückte.

Ähnlicher Vorfall in Dortmund

Der zweite beteiligte Fahrer habe Verletzungen an der Hand. Trotzdem konnte er das Programm nach kurzer Behandlung fortsetzen. Wie Häberle sagte, werde die Nummer der Kolumbianer weiter gezeigt, allerdings nur noch mit drei Fahrern.

Am Donnerstagabend war es in Dortmund beim Zirkus Flic Flac zu einem ähnlichen Unfall gekommen. Dort waren fünf Motorradfahrer in einer 5,80 Meter durchmessenden Eisenkugel, der "Globe of Speed", beim Spurwechsel aneinandergeraten und übereinander gestürzt. "Einer der kolumbianischen Fahrer hat sich eine dicke Knieprellung zugezogen", sagte am Freitag eine Sprecherin in Essen.

Der Zirkus sei glücklich, dass der Unfall glimpflich verlaufen sei. Die Artisten seien mit dicker Schutzkleidung ausgestattet.