Ehrung

Steve Jobs erhält posthum einen Grammy

Mit seinem iPod revolutionierte er die Musikindustrie, sein Internet-Portal iTunes macht den Weg ins Plattengeschäft überflüssig: Für diese Leistung wird der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs posthum mit einem Grammy ausgezeichnet.

Der im Oktober verstorbene Apple-Mitbegründer Steve Jobs wird posthum mit einem Grammy für besondere Verdienste ausgezeichnet. Das teilte die Recording Academy am Mittwoch in Los Angeles mit. Die Grammys werden am 12. Februar in Los Angeles verliehen. Die Trophäe ist der wichtigste Preis der US-Musikindustrie.

Der frühere Vorstandsvorsitzende des Computerunternehmens habe mit seinen Visionen Produkte entwickelt, die unsere Art des Konsums von Musik, Fernsehen, Filmen und Büchern verändert habe, hieß es in der Begründung. Apple sei weiterhin führend bei der Entwicklung neuer Technologien und Produkte wie das iPhone und iPad.

Jobs hatte mit dem iPod vor zehn Jahren den Markt für mobile Musik revolutioniert. Binnen kürzester Zeit verdrängte der kleine weiße Kasten den Walkman oder tragbare CD-Spieler. Dank des iTunes-Stores können Fans ihre Lieder nun einfach aus dem Internet laden statt sie im Laden zu kaufen. Die Plattenfirmen haben bis heute schwer an den rückläufigen CD-Verkäufen zu knabbern.

Etwas bizarrer erinnert das ungarische Softwareunternehmen Graphisoft an die Leistungen des Apple-Mitbegründers: Zu Jobs Ehren hat das Unternehmen eine überlebensgroße Statue des Firmenchefs errichtet. Graphisoft enthüllte das Denkmal am Mittwoch in einem Wissenschaftspark in der Hauptstadt Budapest. Jobs sei der „Erschaffer einer Technologie mit menschlichem Gesicht“, sagte Graphisoft-Gründer Gabor Bojar bei der Zeremonie.

Das knapp zwei Meter hohe Bronzedenkmal zeigt Jobs mit runder Brille, Rollkragenpulli, Jeans und Turnschuhen.

Steve Jobs war am 5. Oktober 2011 nach langem Kampf gegen eine Krebserkrankung im Alter von 56 Jahren gestorben.