Schwerverbrecherin

Australien entlässt "Vampirkillerin" aus der Haft

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Gemeinsam mit drei anderen Frauen hat Tracey W. aus reiner Mordlust einen fünffachen Vater getötet und sein Blut getrunken. Jetzt kommt sie aus dem Gefängnis.

In den Medien heißt sie nur die „lesbische Vampirkillerin“, denn die Tat, die Tracey W. begangen hat, zählt zu einem der scheußlichsten Verbrechen in der Geschichte Australiens. Die ehemalige Türsteherin einer Lesbenbar lockte am 20. Oktober 1989 gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin und einem befreundeten Lesben-Paar einen damals 47 Jahre alten Mann in den Hinterhalt, tötete ihn mit 27 Messerstichen und trank anschließend sein Blut.

Jetzt aber soll die Australierin in den kommenden Wochen freigelassen werden. Dem Antrag der 46-jährigen auf eine Freilassung auf Bewährung sei stattgegeben worden, teilten die Behörden im australischen Bundesstaat Queensland mit. Die Frau war 1991 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Oberste Gericht in Queensland hatte empfohlen, die Täterin solle mindestens 13 Jahre absitzen. Psychiatrische Gutachter hatten während des Prozesses eine schwere Persönlichkeitsstörung festgestellt, die auf Tracey W.s Kindheit zurückzuführen war. Sie war bei ihren Großeltern aufgewachsen, die sie missbraucht und misshandelt hatten. Seit 2002 hatte sie allerdings Anspruch auf Bewährung, frühere Anträge waren jedoch immer abgelehnt worden. Sie stelle ein „inakzeptables Risiko“ für ihre Umgebung dar, hieß es damals. Gründe, warum dem Antrag nun stattgegeben wurde, nannten die Behörden nicht. Allerdings galt für sie bereits seit Jahren nicht mehr die höchste Sicherheitsstufe.

Mit Sex in die Falle gelockt

Der Mord im Jahr 1989 hatte damals in der ganzen Welt für Aufsehen gesorgt, weil der Arbeiter Edward Baldock ein Zufallsopfer von Tracey W. geworden war, die nachts mit ihren Freundinnen durch die Straßen fuhr, um ihren „Blutdurst“ zu stillen, wie australische Medien damals berichteten. Die Frauen lockten schließlich den betrunkenen, fünffachen Vater mit einem Sex-Versprechen in einen Park. Bei dem Blutbad verlor die damals 24 Jahre alte Tracey W. jedoch ihre Bankkarte, die die Polizei später im Schuh des Opfers fand und so die Täterin überführte.

In dem Prozess hatten ihre drei Komplizen behauptet, sie hätten unter dem "Zauber der Vampirkillerin" gestanden. Zu ihrem Spitznamen kam sie auch wegen ihrer zahlreichen Tätowierungen, die hauptsächlich okkulte Motive darstellten.

Tracey W. selbst bestritt die Behauptung, sie sei eine Satanistin. In dem einzigen Interview, das sie nach ihrer Verurteilung gab, sagte sie: "Beim Anblick von Blut wird mir schlecht, selbst wenn ich mich selbst nur leicht in den Finger schneide." Im Prozess selbst entschuldigte sie sich bei den Angehörigen und sagte, sie habe den Mann aus Wut auf alle Menschen getötet , die sie jemals verletzt hatten.

( kami )

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