China

Behörden ermitteln gegen Großfamilie mit acht Babys

Nach künstlichen Befruchtungen und dem Einsatz von Leihmüttern hat ein Paar fast gleichzeitig acht Kinder bekommen. Jetzt muss die Familie harte Strafen fürchten.

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Wegen eines Verstoßes gegen die umstrittene Ein-Kind-Politik ermitteln die chinesischen Behörden gegen eine Großfamilie mit acht Kindern. Das wohlhabende Paar in der südchinesischen Provinz Guangdong habe knapp eine Million Yuan (etwa 120.000 Euro) für künstliche Befruchtung und zwei Leihmütter ausgegeben, berichtete die Zeitung „Guangzhou Daily“.

Das Paar habe jahrelang vergeblich versucht, auf natürlichem Weg ein Kind zu bekommen. Schließlich seien die Leihmütter engagiert worden, die fünf Babys ausgetragen hätten. Die biologische Mutter brachte über künstliche Befruchtung demnach drei weitere Kinder zur Welt. Damit sind es jetzt vier Jungen und vier Mädchen.

„Das ist nicht nur ein Fall zu vieler Geburten, sondern auch von illegalen Leihmütterschwangerschaften“, sagte eine Sprecherin der Familienplanungskommission der Provinz. Inzwischen hat das Paar elf Mitarbeiter engagiert, die sich rund um die Uhr um die Kinder kümmern .

Kommissionsdirektor Zhang Fengh sprach von „illegalem“ und „unmoralischem“ Verhalten und forderte auch eine Strafverfolgung der medizinischen Einrichtung. Chinesische Eltern dürfen lediglich ein Kind bekommen, allerdings gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen. Leihmütter sind illegal. Bei Verstößen gegen die Ein-Kind-Politik sind Bußgelder von mehreren Jahresgehältern, Kürzungen bei Sozialleistungen und sogar Haftstrafen möglich. Die sogenannten „schwarzen Kinder“ haben in China keinen legalen Status.