New York

Mann tötet Frau in Aufzug mit Brandbeschleuniger

Eine ältere Dame ist in New York von einem Mann in einem Aufzug in Brand gesetzt worden. Sie starb – möglicherweise wegen 2000 Dollar.

Foto: dapd / dapd/DAPD

In New York ist eine ältere Dame von einem maskierten Mann in einem Aufzug in Brand gesetzt worden. Wie die "New York Daily News" berichteten, überfiel der als Kammerjäger verkleidete Mann die Bewohnerin von Prospect Heights im Stadtteil Brooklyn, als sie den Aufzug ihres Hauses verlassen wollte.

Eine Überwachungskamera zeigte, wie der Angreifer eine brennbare Flüssigkeit über die rund 60 Jahre alte Frau schüttete und sie in Brand setzte. Sie starb noch am Tatort.

Die alte Frau wohnte laut Angaben ihrer Nachbarn schon seit Jahren in dem Gebäude. Sie galt als verwirrt und beklagte sich wiederholt, von anderen Bewohnern bestohlen worden zu sein. Seit einigen Monaten wohnte ihr Sohn bei ihr, der laut den Nachbarn ebenfalls geistig behindert war.

Motiv für den Brandanschlag waren möglicherweise 2.000 Dollar. Der festgenommene Verdächtige habe gestanden, die 73-Jährige angezündet zu haben, weil sie ihm 2.000 Dollar für von ihm erledigte Arbeiten nicht gezahlt habe, teilte die Polizei mit.

Zweiter Fahrstuhl-Vorfall

Es ist der zweite schreckliche Vorfall in New York, der mit einem Aufzug passiert. Eine Angestellte einer großen Werbefirma an Manhattans Madison Avenue war diese Woche von einem offensichtlich defekten Fahrstuhl erfasst und zu Tode gequetscht worden. Nach US-Medienberichten stand die 41-Jährige mit einem Fuß im Lift und mit dem anderen davor, als sich der Fahrstuhl plötzlich in Bewegung setzte.

Sie wurde in der Tür eingeklemmt mit in die Höhe gezogen. Im engen Schacht zwischen dem Erdgeschoss und ersten Stock blieb der Aufzug stecken. Zwei Augenzeugen, ein Mann und eine Frau in dem Fahrstuhl, erlebten den Horror aus nächster Nähe mit, konnten aber nichts tun. Sie wurden erst eine Stunde später zitternd und schluchzend aus dem Lift befreit. Dem Opfer war nicht mehr zu helfen.

Die "New York Times" erfuhr, dass der Aufzug nur Stunden zuvor gewartet worden war. Der Büroturm wurde nach dem Unglück geschlossen, seine 13 Fahrstühle außer Betrieb gesetzt. Die Stadtverwaltung ordnete eine Überprüfung aller Aufzüge an, die von der gleichen Elektrofirma gewartet werden.

In New York sind der Zeitung zufolge etwa 60.000 Aufzüge im Einsatz. 2010 waren drei Menschen bei Unfällen mit einem Fahrstuhl ums Leben gekommen, 50 weitere Fälle gingen glimpflich aus.