Tropensturm "Washi"

Mehr als 500 Todesopfer auf den Philippinen

Die Zahl der Todesopfer bei Sturzfluten nach einem Tropensturm im Süden der Philippinen hat sich auf über 500 erhöht. Hunderte Menschen werden noch immer vermisst. Die meisten Opfer wurden im Schlaf von den Wassermassen überrascht.

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Tausende Menschen galten bis zum Abend als vermisst oder obdachlos. Die Zahl der Todesopfer werde vermutlich noch steigen, sagte ein Rote Kreuz-Sprecher.

Video: Reuters
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Die Zahl der Toten durch die schweren Sturzfluten im Süden der Philippinen ist auf 521 gestiegen. Sehr wahrscheinlich sind weitere Todesopfer zu befürchten, wie die Generalsekretärin des philippinischen Roten Kreuzes, Gwendolyn Pang, am Sonntag mitteilte. So würden 458 Menschen noch immer vermisst. Viele Dörfer seien zudem von der Außenwelt abgeschlossen und von den überforderten Rettungskräften noch nicht erreicht worden, sagte sie.

Am schwersten ist demnach die Stadt Cagayan de Oro betroffen, wo mindestens 239 Menschen ums Leben kamen. Im nahegelegenen Iligan waren nach Angaben von Mitarbeitern des Roten Kreuzes 195 Tote zu beklagen, darunter überwiegend Frauen und Kinder.

Tropensturm „Washi“ hatte Flüsse über die Ufer treten lassen, deren Wassermassen sich in der Nacht auf Samstag ihren Weg in zwei Städte im Süden des Landes bahnten und viele Einwohner im Schlaf überraschten. Unterdessen beruhigte sich die Wetterlage merklich: Das Hochwasser ging zurück, während Tropensturm „Washi“ am Sonntag auf das Südchinesische Meer hinauszog.

Verteidigungsminister Voltaire Gazmin wollte am Sonntag mit ranghohen Militärvertretern nach Cagayan de Oro fliegen. Dort wollten sie Rettungs- und Suchaktionen überwachen und sich ein Bild von der Lage tausender vertriebener Dorfbewohner machen. Am dringendsten würden derzeit Särge und Leichensäcke benötigt, erklärte der Leiter des Katastrophenschutzes, Benito Ramos. „Es ist erdrückend. Wir hatten nicht mit so vielen Toten gerechnet.“