Überflutungen

Mehr als 430 Tote nach Taifun auf den Philippinen

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Die Zahl der Toten bei den schweren Überflutungen im Süden der Philippinen ist auf mehr als 430 gestiegen. Das teilte das Rote Kreuz mit. Die meisten Opfer waren im Schlaf von den Wassermassen überrascht worden.

Bei heftigen Überschwemmungen infolge des Tropensturms „Washi“ sind auf den Philippinen nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 440 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen galten nach Behördenangaben am Sonnabend als vermisst, nachdem das Unwetter in der Nacht über die Insel Mindanao hinweggefegt war und Sturzfluten ausgelöst hatte.

Die Überschwemmungen überraschten zahlreiche Opfer im Schlaf. Viele Bewohner hatten vorausgegangene Sturmwarnungen nicht ernst genommen, weil die meisten Tropenstürme in der Region die Hauptinsel Luzon treffen, während Mindanao bislang meist verschont blieb.

Die meisten Opfer waren in den Küstenstädten Cagayan de Oro und Iligan zu beklagen. Allein in Cagayan de Oro seien 215 Menschen um Leben gekommen, sagte die Generalsekretärin des philippinischen Roten Kreuzes, Gwen Pang. Allerdings war unklar, ob nicht einige Vermisste aus der Stadt geflüchtet oder unter den Toten waren.

In mehreren Flüssen schwoll das Wasser in kürzester Zeit an, trat über die Ufer und rauschte in einigen Gemeinden wie eine zehn Meter hohe Wasserwand durch die Straßen. Die Wassermassen rissen viele der oft leicht gebauten Häuser mit. Manche Einwohner konnten sich in letzter Minute auf ihre Dächer retten. Andere sprangen aus dem zweiten Stockwerk in Rettungsboote.

Cely Asinero aus Cagayan de Oro wachte durch das dröhnende Getöse draußen auf und sah die Sturzflut. „Wir mussten beim Haus meines Bruders das Dach aufreißen und hochklettern, sonst wären wir ertrunken“, sagte sie im Radio. „Es war stockdunkel“, sagte Roman Pino, der mit seinen beiden kleinen Kindern auch aufs Dach flüchtete. „Wir haben inbrünstig gebetet. Wir konnten erst nach sechs Stunden runterkommen und haben viele Leichen gesehen.“

Im Fernsehen waren zusammengebrochene Hütten und Häuser zu sehen. Auf dem Meer trieben Holzplanken. Auf der Küstenstraße türmten sich Autos übereinander. Bäume waren entwurzelt, Strommasten umgeknickt.

Nach Angaben des Chefs der Zivilschutzbehörde, Benito Ramos, wurden 400 Menschen in den beiden am schwersten betroffenen Städten gerettet. Hunderte Helfer seien im Einsatz, um nach Verletzten zu suchen.

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