Guinness-Buch

Die kleinste Frau der Welt misst nur 62,8 Zentimeter

Eine 18-Jährige ist vom "Guinness-Buch der Rekorde" zur kleinsten Frau der Welt gekürt worden. Ihr Mini-Format stört die Inderin nicht, im Gegenteil.

62,8 Zentimeter – mit diesem „Gardemaß" hat die 18-Jährige Jyoti Amge den Weltrekord der kleinsten Frau der Welt gebrochen. Die Inderin feierte am Freitag ihren 18. Geburtstag und wurde damit in die Wertung für Erwachsene aufgenommen, teilte das Guinness Buch für Weltrekorde in London mit. Amge möchte einmal Schauspielerin in Bollywood-Filmen werden.

„Es ist wundervoll, meinen 18. Geburtstag mit einem neuen Weltrekord zu feiern“, sagte die kleine Frau. „Es ist wie ein zusätzliches Geburtstagsgeschenk.“ Und sie fügte hinzu: „Ich bin dankbar, dass ich diese Größe habe. Wenn ich nicht klein wäre und nicht diese Rekorde erzielt hätte, wäre es mir wohl niemals möglich gewesen, nach Japan und Europa und in viele andere wundervolle Länder zu reisen.“

Amge schlug damit die bisherige Rekordhalterin, die 22 Jahre alte Amerikanerin Bridgette Jordan, die 69 Zentimeter groß ist. Sie hatte den Titel erst seit September 2011 inne. Die Inderin ist dennoch nicht die kleinste Frau, die je lebte. Die Niederländerin Pauline Musters (1876 bis 1895) war mit 61 Zentimetern noch ein wenig kleiner.

Nicht viel größer als ein Kleinkind

Ein Team des Guinness Buchs war nach Indien gereist und hatte Amge binnen 24 Stunden dreimal von einem Mediziner messen lassen. Dies erforderten die Regeln, um den Rekord anzuerkennen. Jyoti Amge ist keine Unbekannte im Guinness Buch. Sie hatte seit September 2009 bereits den Titel des weltweit kleinsten Teenagers mit 61,95 Zentimetern gehalten.

Die junge Frau ist nach Guinness-Angaben nicht größer als ein durchschnittliches Kleinkind. Trotz ihrer Körpergröße sei sie sehr modebewusst. Ihre Familie lege großen Wert darauf, Jyoti ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.

Sie geht seit ihrem vierten Lebensjahr in eine ganz normale Schule. „Jyoti macht uns allen Mut, über die bloße Körpergröße hinwegzusehen und einfach unsere Unterschiede zu feiern“, sagte Rob Molloy, Justiziar beim Guinness-Buch.