Stärke 6,5

Drei Tote nach schwerem Erdbeben in Mexiko

Ein Erdbeben hat Mexiko erschüttert. Mehrere Menschen sterben. Hunderte rennen in Panik auf die Straßen. Das Stromnetz brach zeitweise zusammen.

Foto: REUTERS

Bei einem schweren Erdbeben sind in Mexiko mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Erdstoß am Samstagabend (Ortszeit) hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 6,5, das Epizentrum lag rund 130 Kilometer nördlich des Touristenortes Acapulco. Das Beben war in der Hauptstadt Mexiko-Stadt deutlich zu spüren, hunderte Menschen rannten in Panik auf die Straßen.

Ein Sprecher des Zivilschutzes in Guerrero sagte, in Iguala sei ein Mann ums Leben gekommen, als das Dach seines Hauses eingestürzt sei. Einen weiteren Toten habe es in dem Ort Ixcateopan gegeben und ein Lastwagenfahrer sei auf der Fernstraße von Acapulco nach Mexiko-Stadt von Felsbrocken erschlagen worden, die sein Fahrzeug getroffen hätten.

Präsident Felipe Calderon schrieb im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter , es lägen zunächst keine Berichte über schwere Schäden vor.

In einigen Teilen von Mexiko-Stadt, wo derzeit tausende Pilger zur Wallfahrt zur Lieben Frau von Guadalupe versammelt sind, fiel der Strom aus. Das Mobilfunknetz brach zeitweise zusammen.

Große Teile Mexikos liegen auf dem so genannten pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen mehrere Erdplatten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb es häufig zu heftigen Erdstößen und Vulkanausbrüchen kommt. 1985 starben bei einem Beben der Stärke 8,1 vor der mexikanischen Pazifikküste mindestens 10.000 Menschen.