Justizpanne in den USA

Hinrichtung aufgehoben – Jury twitterte oder schlief

In den USA ist die Hinrichtung von Erickson Dimas-Martinez aufgehoben worden. Grund: Ein Geschworener twitterte während des Prozesses, einer schlief.

Wegen schweren Fehlverhaltens der Jury hat ein in den USA zum Tode Verurteilter einen neuen Prozess bekommen.

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Arkansas annullierte das Urteil gegen Erickson Dimas-Martinez, weil einer der Geschworenen während des Prozesses geschlafen und ein anderer entgegen den Vorschriften Informationen aus dem Verfahren getwittert habe, hieß es in der veröffentlichten Entscheidung.

Dimas-Martinez war wegen Mordes und Raubes zum Tode verurteilt worden. Im vergangenen Jahr hatten seine Anwälte Berufung gegen das Urteil eingelegt. Nach gescheiterten Versuchen landete das Verfahren nun vor dem obersten Gericht. Das folgte der Kritik der Anwälte, die einen „Fehler der Jury“ beklagten, der Zweifel an der Unvoreingenommenheit des Gerichts aufkommen lasse.

( AFP/sv )