NS-Unwesen

Österreicher verkauft Hitler-Schnaps mit Hakenkreuz

Ein Voralberger Unternehmer soll Wein- und Schnapsflaschen mit dem Porträt von Adolf Hitler verkauft haben. Jetzt ist ihm die Justiz auf der Spur.

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Die österreichische Justiz hat Ermittlungen gegen einen Mann eingeleitet, der im Internet Schnaps- und Weinflaschen mit dem Konterfei von Adolf Hitler und Hakenkreuzen auf dem Etikett vertreibt. "Das gehört angeschaut", erklärte der Leiter der Staatsanwaltschaft Feldkirch im Westen des Landes, Wilfried Siegele. Der Online-Händler soll aus dem österreichischen Bundesland Vorarlberg stammen.

Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob der Mann damit gegen das Gesetz verstoßen hat.

Die österreichischen Grünen hatten die Werbung mit nationalsozialistischen Symbolen entdeckt und den Fall ins Rollen gebracht. Sie vermuten zumindest einen Verstoß gegen das Abzeichengesetz, das die Zurschaustellung von Nazi-Symbolen verbietet.

Demnach wirbt der Beschuldigte Roland M. im Internet damit, "nostalgische Flaschen von ehemals geschichtlichen Größen" zu vertreiben. Die Grünen sehen darin einen klaren Gesetzesverstoß. In Österreich ist das Abbilden der Symbole von verbotenen Organisationen untersagt.

"Ich bin der Meinung, dass die öffentliche Bewerbung für Hitler-Wein und -Schnaps jedenfalls einen Verstoß gegen das Abzeichengesetz, möglicherweise auch gegen das NS-Verbotsgesetz darstellt", sagte Nationalratsabgeordneter Karl Öllinger.