Blutige Überfälle

Kalaschnikows sind in Marseille derzeit in Mode

In Marseille häufen sich die Überfälle mit Kalaschnikows. In den vergangenen Tagen gab es drei Tote und zwei Schwerverletzte. Auch Polizisten geraten in die Schusslinie.

Überfälle in Wildwest-Manier mit militärischen Sturmgewehren haben im Großraum Marseille innerhalb von wenigen Tagen drei Tote und zwei Schwerverletzte gefordert. Der jüngste Zwischenfall ereignete sich in der Nacht zum Freitag in einer Pizzeria der südfranzösischen Hafenstadt.

Eine PS-starke Limousine war nach Behördenangaben vor einem Restaurant vorgefahren, und ein maskierter Passagier hatte mit einer Kalaschnikow das Feuer eröffnet. Ein 40-Jähriger Mann wurde im Kugelhagel getötet, ein 31-jähriger durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Bei dem Toten handelt es sich um einen Verwandten der Pizzeria-Betreiber.

Sorge bereitet den Behörden der zunehmende Einsatz von automatischen Schnellfeuergewehren des sowjetischen Typs AK47 Kalaschnikow. Bereits in der Nacht zu Montag hat eine Einbrecherbande mit einer derartigen Waffe auf Polizisten gefeuert und einen 37-jährigen Beamten lebensgefährlich verletzt.

Auch einer der Verbrecher starb – nach ersten Ermittlungen, weil einer seiner Komplizen ihm versehentlich in den Kopf schoss. Nur wenige Stunden später waren bei einer anderen Schießerei nach einem Überfall auf einen Baumarkt in Marseille zwei Ganoven durch Polizeischüsse schwer verletzt wurden. Einer der Gangster starb wenig später. Auch in diesem Fall benutzten sie automatische Kalaschnikow-Sturmgewehre.