Lebenslange Haft

DNA überführt deutschen Sexmörder in Frankreich

22 Jahre nach der Tat ist jetzt ein 53-jähriger Deutscher in Frankreich wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Studentin zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Ein Gericht im ostfranzösischen Dijon befand Ulrich M., der bereits zuvor in Deutschland eine ähnliche Tat begangen hatte, jetzt der Misshandlung und Tötung der 24-jährigen Sylvie für schuldig.

Die Tat hatte sich bereits im Mai 1989 in Avallon ereignet; die Studentin war in ihrem Haus vergewaltigt, grausam gequält und dann erwürgt worden.

Der Angeklagte bestritt bis zuletzt die Tat. Er habe mit der Studentin zwar Sex gehabt, jedoch im gegenseitigen Einvernehmen. Nur weil er bereits straffällig geworden sei, könne ihm nicht auch dieser Mord angehängt werden, argumentierte die Verteidigung.

M. hatte schon 1983 eine Frau getötet

Der Fall der Studentin war 2005 neu aufgerollt worden, nachdem aufgrund des medizinischen Fortschritts die DNA-Spuren am Tatort abgeglichen werden konnten. Sie stimmten mit dem genetischen Profil von M. überein, der 1983 in Deutschland eine junge Frau vergewaltigt und getötet hatte.

Der verheiratete Vater von zwei Kindern, dem noch weitere Vergewaltigungen vorgeworfen werden, war 1993 in England festgenommen worden und verbüßte darauf eine Haftstrafe in Deutschland. Nach seiner Anklage in Frankreich im Jahr 2007 war er an die französischen Behörden ausgeliefert worden.