Monsunfluten

Ein Drittel Thailands ist Katastrophengebiet

Die Regierung des Landes hat 26 der 77 Provinzen Thailands zum Katastrophengebiet erklärt. Bangkok wappnet sich indes gegen die in den kommenden Tagen befürchteten Wassermassen.

Foto: AFP

Angesichts der verheerenden Überschwemmungen in Thailand hat die Regierung ein Drittel des Landes zum Katastrophengebiet erklärt. Vize-Regierungschef Yongyuth Wichaidit sagte am Mittwoch, die Behörden könnten dadurch schneller Hilfe verteilen und die Budgets besser handhaben. Von der Entscheidung sind 26 der 77 Provinzen Thailands betroffen.

Auch die Hauptstadt Bangkok bereitet sich derzeit auf große Wassermengen vor, die in den kommenden Tagen erwartet werden. Der internationale Flughafen und Teile der 12-Millionen-Einwohner-Stadt wurden verstärkt geschützt. So wurde ein 75 Kilometer langer Sandsack-Wall aufgeschüttet.

Thailands Wirtschaft stark beeinträchtigt

Wegen der Überschwemmungen stellte der japanische Autobauer Toyota die Produktion in seinen drei thailändischen Werken bis mindestens Samstag ein. Nach Angaben des Unternehmens sind die Standorte zwar nicht direkt betroffen, das Hochwasser habe aber zu Störungen bei den Zulieferen geführt. Am Samstag soll entschieden werden, ob die Produktion wieder aufgenommen werden kann.

Der Computerhersteller Western Digital hat die Produktion von Festplatten in Thailand wegen der schweren Überschwemmungen vorerst eingestellt. Wie die Firma am Mittwoch mitteilte, wurde die Arbeit unterbrochen, um Mitarbeiter zu schützen.

Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten, bisher kamen mehr als 280 Menschen ums Leben. Auch in den Nachbarstaaten Kambodscha und Vietnam kämpfen die Menschen gegen die Fluten. Dort starben ebenfalls insgesamt mehr als 200 Menschen.

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