Münchener S-Bahn

BGH bestätigt Mord-Urteil im Fall Dominik Brunner

Zwei Jahre nach der Ermordung von Dominik Brunner an einer Münchener S-Bahn hat die Justiz die Akten geschlossen. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Hauptangeklagten Markus S. verworfen. Damit ist er rechtskräftig wegen Mordes zu neun Jahren und zehn Monaten Jugendstrafe verurteilt.

Zwei Jahre nach der Ermordung von Dominik Brunner an einer Münchener S-Bahn hat die Justiz die Akten geschlossen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des Hauptangeklagten Markus S. verworfen. Damit ist der Haupttäter rechtskräftig wegen Mordes zu neun Jahren und zehn Monaten Jugendstrafe verurteilt. Der Beschluss des 1. Strafsenats wurde am Donnerstag auf der Homepage des BGH veröffentlicht. Eine Presseerklärung gab es nicht.

Brunner, der als Münchener S-Bahn-Held bekannt wurde, hatte bedrohte Schüler in der S-Bahn vor den Angriffen Jugendlicher schützen wollen. Am Bahnhof München-Solln kam es anschließend zu einer Schlägerei zwischen Brunner und zwei der jugendlichen Angreifer. Die Täter traten auf den am Boden liegenden Manager ein, der später an den Schlägen, aber auch aufgrund eines Herzfehlers starb.

Das Landgericht München verurteilte den Haupttäter am 6. September 2010 wegen Mordes. Der BGH bestätigte die Entscheidung jetzt. In der nur wenige Sätze umfassenden Begründung heißt es, der Tod des Opfers sei nicht Folge einer Verkettung unglücklicher Umstände und habe auch nicht außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit gelegen. Vielmehr hätten die Handlungen des Angeklagten den Tod des Opfers eingeschlossen. Die Tat sei deshalb als Mord zu bewerten.

Der Mittäter Sebastian L. ist wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt. Da er keine Rechtsmittel einlegte, ist auch dieses Urteil rechtskräftig.