Schiff hängt im Riff

Nach Frachterunglück droht Ölpest vor Neuseeland

Ein großes Containerschiff ist vor der Küste Neuseelands an einem Riff auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Jetzt wird eine Umweltkatastrophe befürchtet.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Umweltalarm in Neuseeland: Aus einem havarierten Containerschiff vor der Nordostküste des Landes läuft Öl aus. In der Umgebung des Frachters sei ein etwa fünf Kilometer langer Ölteppich zu sehen, teilte die Nationale Schifffahrtsbehörde mit. Auch seien vier tote Vögel gefunden worden. Das Schiff sei eine ernste Gefahr für die Umwelt.

Die 236 Meter lange „Rena“ war rund 20 Kilometer vor dem Hafen von Tauranga an einem Riff auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Zwei Laderäume wurden überflutet, der Frachter hat eine Schlagseite von etwa zehn Grad. Die 23-köpfige Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Schiffes ist wohlauf.

Das ausgetretene Öl komme vermutlich aus beschädigten Leitungen, hieß es. Die Treibstofftanks des Frachters scheinen demnach unbeschädigt zu sein. Sollten diese jedoch bersten, sei eine Umweltkatastrophe zu befürchten, da die Tanks mit rund 1700 Tonnen Schweröl gefüllt seien.

Die Schifffahrtsbehörde ordnete die Bergung des Frachters an. Die „Rena“ hat etwa 2100 Container mit Holz, Milchpulver, Fleisch und Fisch an Bord.