Oberhausen

Mann schießt auf Polizisten und zückt dann Messer

Ein randalierender Mann hat sich in der Nacht zum Donnerstag in Oberhausen einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert und bei seiner Festnahme drei Polizisten verletzt. Warum der Mann ausrastete, ist noch unklar.

Nach einer Schießerei mit einem Verdächtigen sind in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) drei Polizeibeamte verletzt worden. Der 30-Jährige habe sich am frühen Donnerstagmorgen einen Schusswechsel mit den Beamten geliefert, berichtete die Polizei. Dabei sei er mehrfach getroffen worden. Als die Polizisten den Mann hinter einer Litfaßsäule festnehmen wollten, habe er sie mit einem Messer attackiert. Ein Beamter habe eine schwere Stichverletzung erlitten, die beiden anderen seien leicht verletzt worden.

Zeugen hatten den 30-Jährigen beobachtet, der gegen 1.00 Uhr mit einer Schusswaffe und einem Messer unterwegs war. Er soll zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Schüsse abgegeben haben. Als die alarmierte Polizeistreife hinzukam, habe sofort ein Schusswechsel zwischen dem Verdächtigen und den Beamten begonnen. Wer das Feuer eröffnet hat, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Ein Mordkommission aus Essen hat die Ermittlungen übernommen. Am Nachmittag will die Polizei bei einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten zu der Schießerei berichten.

Gewalttätige Übergriffe auf Polizisten nehmen laut Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen zu. Zuletzt wurde ein Beamter Anfang August in Gelsenkirchen schwer verletzt. Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Innenministeriums 1734 Polizisten bei Angriffen im Dienst verletzt.