Vergebliche OP

Erfurter Giraffenbaby musste eingeschläfert werden

Bereits im September sollte das verletzte Giraffenmädchen aus dem Thüringer Zoopark aus der Leipziger Tierklinik in sein Erfurter Gehege zurückkehren. Doch alle Päppelbemühungen waren vergeblich. Das Tier mit dem verkürzten Vorderbein musste am Sonntag eingeschläfert werden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Das Erfurter Giraffenbaby mit dem verkürzten Vorderbein ist tot. Das Jungtier sei bereits am Sonntag eingeschläfert worden, teilte der Zoopark am Dienstag mit. Bis zuletzt sei alles versucht worden, dem Tier eine Chance auf ein gesundes Giraffenleben zu geben. Die Mutter hatte der bisher namenlosen kleinen Giraffe kurz nach der Geburt im Januar durch einen Tritt den Vorderlauf gebrochen.

Wegen einer Entzündung mussten dann aber sechs Zentimeter Knochen aus dem Bein entnommen werden. Dadurch hätte sich die Fehlstellung der Beine so stark verschlechtert, dass die kleine Giraffe nicht mehr aufstehen und laufen konnte, teilte der Zoo mit.

Für die starke Überbeweglichkeit im Fesselgelenk gebe es keine Heilungsmöglichkeit, erklärte Tierarzt Thomas Kölpin. „Das Giraffenmädchen musste eingeschläfert werden, um ihm Leiden und Schmerzen zu ersparen.“ Erst vor vier Wochen waren der kleinen Giraffe die letzten Verbände abgenommen worden. Das Tier sollte sobald wie möglich von Leipzig nach Erfurt zurückkehren und auch einen Namen bekommen. Nun hofft der Zoopark auf weiteren Giraffennachwuchs. Die Mutterkuh erwartet im Frühjahr ihr zweites Kalb.