Spätsommer

Polizei auf Sylt räumt Zug wegen Überfüllung

Wegen Sonnenschein und Streik bei einer Privatbahn war ein Zug in Westerland so überfüllt, dass die Polizei kommen musste. 2000 Reisende waren betroffen.

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Sylt in vollen Zügen: Mit Unterstützung der Polizei hat die streikgebeutelte Nord-Ostsee-Bahn einen Zug von Westerland nach Hamburg wegen Überfüllung räumen lassen. Ein Ersatzzug brachte die rund 2000 Fahrgäste schließlich aufs Festland.

Das Spätsommerwetter hatte noch mehr Urlauber und Tagestouristen als gewöhnlich auf die Nordseeinsel gelockt. Die Verbindung 18.22 Uhr drohte aus allen Nähten zu platzen – da zog die NOB die Notbremse.

Vor der Abfahrt von Westerland rief die Privatbahn die Beamten zur Hilfe, die einen Teil der Fahrgäste bat, auszusteigen und einen Einsatzzug zu nehmen. „Betroffen waren rund 2000 Fahrgäste“, sagte NOB-Sprecherin Christiane Lage. „Wir haben die Polizei um Unterstützung gebeten, weil nicht ausreichend Platz für alle Fahrgäste war“.

Die NOB habe einen zusätzlichen Zug eingesetzt. Beide Züge seien dann gegen 19.22 Uhr von Westerland gen Festland abgefahren. Wegen des Lokführerstreiks fährt die NOB auf der Strecke nach einem sogenannten Basisfahrplan im Zwei-Stunden-Takt.

Am Wochenende setzt die NOB nach eigenen Angaben verlängerte Züge auf der Strecke ein. „Unter anderem wegen der Bahnsteiglänge sind jedoch nicht mehr als 8 bis 10 Wagen möglich“, sagte die Sprecherin. Ein normaler Zug fasse so inklusive Stehplätzen rund 1000 Menschen. Die Sprecherin bedauerte die Unannehmlichkeiten für die Reisenden.