Mit neuer Identität

Mörder Wright will seine Auslieferung verhindern

George Wright war 41 Jahre auf der Flucht, jetzt kämpft er gegen seine Auslieferung in die USA. Er beruft sich auf seine neue Identität, die alte hatte er nie verschleiert.

Der amerikanische Flugzeugentführer und verurteilte Mörder George Wright will unter Berufung auf seine neue Identität eine Auslieferung in die USA verhindern. Diese sei ihm von Guinea-Bissau verliehen worden, als das westafrikanische Land ihm in den 1980er-Jahren politisches Asyl gewährt hatte, sagte Wrights Anwalt Manuel Luis Ferreira.

Portugal habe diesen neuen Namen angenommen, bei seiner Heirat mit einer Portugiesin sei er auch portugiesischer Staatsbürger geworden und könne deshalb nicht ausgeliefert werden. In den USA soll Wrigth den Rest seiner Strafe für einen Mord im Jahr 1962 absitzen.

Wright wurde nach 41 Jahren auf der Flucht von seinen US-Verfolgern in Portugal gefasst. Um eine Tarnung hatte er sich offenkundig nicht sehr bemüht. Wright nutzte seit mindestens 20 Jahren seinen richtigen Namen und unterhielt sogar Kontakte zu hochrangigen US-Diplomaten.

In Portugal lebte er mit seiner Frau zusammen, sie arbeitete offenbar als freie Dolmetscherin für die US-Botschaft. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder.

Wright wurde 1962 nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle in New Jersey, bei der der Besitzer erschossen wurde, zu 15 bis 30 Jahren Haft verurteilt. Nach acht Jahren konnte er mit drei anderen Gefangenen im August 1970 aus dem Bayside Staatsgefängnis in Leesburg, New Jersey, fliehen. Als Mitglied der „Black Liberation Army“ hatte er 1972 auch ein US-Flugzeug nach Algerien entführt.