Kriegsfund

Bauarbeiter finden Panzer mit Skelettteilen darin

Gut 66 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben Bauarbeiter in Rostock Überreste eines russischen Panzers entdeckt. Gefunden wurden der komplette Panzerturm und das Kanonenrohr. Auch Oberschenkel- oder Unterarmknochen seien darin gewesen.

Mehr als 66 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben Bauarbeiter in Rostock Überreste eines russischen Panzers vom Typ T34 entdeckt. Gefunden wurden der komplette Panzerturm und das Kanonenrohr. Sie sind nach Worten von Fred Tribanek vom Munitionsbergungsdienst relativ gut erhalten.

Auch sechs Granaten seien gefunden worden, sagte er am Donnerstag. Die tonnenschwere Last wurde zu weiteren Untersuchungen per Tieflader nach Schwerin transportiert. Wie Tribanek weiter berichtete, wurden im Panzer auch Skelettteile wie Oberschenkel- oder Unterarmknochen oder auch eine Rippe freigelegt. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, dass es sich um Reste der Panzerbesatzung handele.

Es sei seines Wissens das erste Mal, dass in Rostock ein Panzer entdeckt wurde, sagte Tribanek. Recherchen der „Ostsee-Zeitung“ zufolge sprengte ein Polizist am 1. Mai 1945 die Brücke, als sich ein zur Aufklärung vorausgeschickter Panzer der 65. Armee der 2. Weißrussischen Front darauf befand.

Möglicherweise handele sich genau um diesen T34, der am Mittwoch entdeckt wurde. Vielleicht seien in der Nähe des Fundorts weitere Panzerteile zu finden, es gebe aber keinen entsprechenden Suchauftrag, sagte Tribanek.

Wie der Rostocker Stadtsprecher Ulrich Kunze berichtete, hat das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden Interesse an dem Panzer bekundet.