Österreich/Schweiz

Zwei Länder fordern Aus für "Wetten, dass..?"

Während Österreich und die Schweiz gleich ganz auf die Samstagabendshow verzichten wollen, wird in Deutschland weiter über die Gottschalk-Nachfolge diskutiert. Als weiblicher Favorit gilt derzeit Barbara Schöneberger. Und auch Hella von Sinnen würde gern "Wetten, dass..?" moderieren.

In Österreich und in der Schweiz mehren sich die Stimmen, die nach Hape Kerkelings Absage ein Aus für die ZDF-Show „Wetten, dass..?“ fordern. In einer Internet-Abstimmung des Boulevardblattes „Kronen Zeitung“ haben jetzt mehr als 70 Prozent der Nutzer dafür gestimmt, die österreichisch-schweizerisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion abzusetzen. Das berichtete die Zeitung am Mittwoch.

Auch der in Zürich erscheinende „Tages-Anzeiger“ bat seine Leser um Abstimmung: Gut 78 Prozent sind derzeit der Auffassung, dass „Wetten, dass..?“ verzichtbar sei. Aus dem ORF, der „Wetten, dass..?“ mitproduziert, hieß es zuletzt, man sehe keine Notwendigkeit, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ZDF neu zu überdenken.

Auch für das Schweizer Fernsehen (SF) ist ein Ausstieg aus „Wetten, dass..?“ derzeit kein Thema. „Wir sehen uns als Partner und sind interessiert daran, dass die Sendung weiterläuft“, sagte ein Sprecher. Die Schweizer seien daher im Gespräch mit dem ZDF. „Die Sendung und auch die Zusammenarbeit der Sendeanstalten der drei Länder hat sich bewährt.“ Die Zukunft der Show werde aber entscheidend davon abhängen, wer die Nachfolge von Thomas Gottschalk antrete. Schweiz und Österreich seien in dieser Frage eingebunden.

Show-Altmeister Kurt Felix („Verstehen Sie Spaß?“) machte im „Tages-Anzeiger“ einen Vorschlag zur Fortsetzung der Show: „Jedes der drei Eurovisionsländer schickt einen eigenen Moderator. Michelle Hunziker ist für die Schweiz schon gesetzt. Die drei bringen ihre Wetten mit und spielen diese gegen die anderen aus. In einem heiteren Wettbewerb. Das Sendekonzept müsste angepasst und gestrafft werden. Ideenreiche TV-Profis schaffen das in einem Tag... Das ist doch alles nicht so schwer.“

Die 30 Jahre alte Show steht vor einem schweren Weg, denn nach der Absage Kerkelings vor laufender Kamera am vergangenen Samstag ist die Nachfolge von Thomas Gottschalk, seit 1987 mit einer kurzen Unterbrechung der Chef im Ring, wieder offen. Der 61-Jährige moderiert am 3. Dezember zum letzten Mal und wechselt dann mit einer werktäglichen Liveshow zur ARD, die am 23. Januar beginnt.

Schöneberger weiblicher Favorit für „Wetten, dass..?“

Sollte kein Mann, sondern eine Frau das Ruder bei der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ übernehmen, so gebe es eine Favoritin: Barbara Schöneberger. Die 37-Jährige ist in den Augen von 27 Prozent der Deutschen die geeignetste Kandidatin, um die Nachfolge von Thomas Gottschalk (61) anzutreten. Das ergab eine von der TV-Zeitschrift „Auf einen Blick“ in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage, für die das Marktforschungsinstitut TNS Emnid Anfang dieser Woche 1003 Deutsche befragte.

Zehn Namen – nur Einmalnennungen waren möglich – waren vorgegeben: Nach Schöneberger kam die Komikerin Anke Engelke auf Platz zwei mit 16 Prozent. Dahinter platzierten sich RTL-Superstar-Jurorin Sylvie van der Vaart mit sieben Prozent, NDR-Entertainerin Ina Müller, „ZDF-Fernsehgarten“-Moderatorin Andrea Kiewel sowie „Bauer sucht Frau“-Moderatorin Inka Bause mit jeweils sechs Prozent, ZDF-Frau Carmen Nebel mit fünf Prozent, RTL-Show-Aushängeschild Nazan Eckes mit vier Prozent, RTL-Dschungelshow-Präsentatorin Sonja Zietlow mit drei Prozent und Désirée Nosbusch mit zwei Prozent.

Barbara Schöneberger war besonders unter den 14- bis 29-jährigen Befragten beliebt (33 Prozent), auch Anke Engelke konnte in dieser Zielgruppe (24 Prozent) punkten. Carmen Nebel hatte unter den Älteren ab 60 Jahre mit zwölf Prozent relativ viele Befürworter. In Ostdeutschland fanden sich für Andrea Kiewel verhältnismäßig viele Fans (14 Prozent). Der Name Michelle Hunziker, bislang Gottschalks Assistentin, tauchte als Option für die Hauptmoderation in der Umfrage gar nicht auf.

Als männliche Nachfolger werden immer wieder Namen wie Jörg Pilawa und Markus Lanz ins Spiel gebracht. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut hatte zuletzt die Möglichkeit angedeutet, ein Duo installieren zu wollen. Die Entscheidung soll möglichst noch in diesem Jahr fallen.

Hella von Sinnen würde gerne „Wetten, dass..?“ moderieren

Hella von Sinnen traut sich die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei der Moderation der ZDF-Sendung „Wetten, das..?“ zu. Es gebe viele potenzielle Nachfolger, die diese Aufgabe übernehmen könnten, sagte die 52-Jährige am Dienstagabend in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger. “Ich könnte es auch. Ich würde es aber lieber in einer Doppelmoderation machen.„

Als Co-Moderator könne sie sich Hugo Egon Balder vorstellen, mit dem sie bereits die Shows “Alles Nichts Oder?!„ und “Promi ärgere dich nicht„ präsentiert hatte. “Hugo und ich haben ja viele große Samstagabendshows gestemmt„, fügte die Entertainerin hinzu.