Geständnis

Vergewaltigung auf U-Bahn-Klo ist erfunden

Die Vergewaltigung auf einer öffentlichen Toilette in München hat niemals stattgefunden: Das vermeintliche Opfer hatte sich die Geschichte ausgedacht, um gegenüber ihrem Freund einen Seitensprung zu vertuschen.

Die Vergewaltigung einer jungen Frau in einer öffentlichen Toilette im Münchner Ostbahnhof war nur vorgetäuscht. Die Geschichte hörte sich unglaublich an: Mitten in der Rush Hour sollte eine Frau auf einer U-Bahn-Toilette vergewaltigt worden sein. Eine Zeugin hatte angeblich Hilferufe gehört. Vom Täter fehlte jede Spur.

Doch es war alles ganz anders. Es gab keine Vergewaltigung und schon gar nicht im Ostbahnhof, teilte die Polizei mit. Die 24-jährige Frau habe ihre Aussage zurückgezogen und gestanden, dass sie einvernehmlichen Sex mit einem „Kumpel“ in ihrer Wohnung gehabt habe.

Der Grund für die Lügengeschichte: Die 24-Jährige habe Angst vor der Reaktion ihres neuen Freundes auf ihren Seitensprung gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Die „psychisch labile Frau“ habe ihre Affäre daher vertuschen wollen. Auch die angebliche Zeugin war frei erfunden.

( dpa/cb )