Unwetter in Südeuropa

Drei Leichen an französischer Küste angeschwemmt

An der Küste Frankreichs sind Leichen angeschwemmt worden, vermutlich Folgen des Italien-Unwetters. Ein Deutscher weigerte sich, die Küstenregion zu verlassen und starb.

Foto: AFP

Bei Unwettern in Frankreich und Italien sind am Wochenende mehrere Menschen ums Leben gekommen. Am Ufer des Hérault wurde am Samstag die Leiche eines Deutschen entdeckt, während am Sonntag in der Nähe von Neapel ein Autofahrer von einem Baum erschlagen wurde. An der französischen Mittelmeerküste wurden die Leichen von drei Männern angeschwemmt, die womöglich bei Unwettern in Italien ums Leben gekommen waren.

Nach Angaben der örtlichen Behörden deutete alles darauf hin, dass eine am Samstagmorgen am Ufer des Hérault im Südwesten Frankreichs entdeckte Leiche die eines etwa 50-jährigen Deutschen sei, der am Vortag verschwunden war.

Nach Angaben der Feuerwehr lebte der Mann in einer Wohnwagensiedlung in der Gemeinde Lézignan-la-Cèbe. Die Behörden hatten die dortigen Anwohner am Donnerstag gewarnt, dass das Wasser des Flusses steigen würde, doch war der Mann mit mehreren weiteren vor Ort geblieben.

Ermittlungen in alle Richtungen

Im Fall der an der Küste angeschwemmten Leichen teilte die Polizei mit, es könnte sich um Opfer der Unwetter an der ligurischen Küste in Italien handeln. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Am Freitag waren in der italienischen Küstenstadt Genua nach heftigen Regenfällen sechs Menschen bei Überschwemmungen ums Leben gekommen.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Marta Vincenzi, sah sich am Samstag heftiger Kritik ausgesetzt, dass sie nicht rechtzeitig vor den Überschwemmungen gewarnt hatte.

Mann im Auto vom Baum erschlagen

Am Sonntag erreichte die Unwetterfront auch den Süden Italiens. In der Region von Neapel wurde nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mann in seinem Auto von einem Baum erschlagen, zahlreiche weitere Autofahrer mussten in Sicherheit gebracht werden, nachdem sie von Wasser- und Schlammfluten überrascht wurden.

Mehrere Flüge in Neapel wurden abgesagt. Auch auf Sardinien wurden mehrere Straßen nach heftigen Regenfällen überschwemmt. In Genua und Turin sollten am Montag die Schulen geschlossen bleiben.

Während die Warnung vor Unwettern und Überschwemmungen am Sonntag für die Départements Alpes-Maritimes und Var im Südosten Frankreichs aufgehoben wurde, bestand sie für mehrere Regionen im Südwesten des Landes fort.

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