A1 in Nordrhein-Westfalen

97-jähriger Geisterfahrer parkt auf der Autobahn

In Nordrhein-Westfalen ist ein Rentner verkehrt herum auf die Autobahn gefahren. Dann blieb er auf der linken Fahrbahn stehen und behinderte den Verkehr.

Foto: picture-alliance/ dpa-tmn / picture-alliance/ dpa-tmn/Jens_Schierenbeck

Ein 97-jähriger Geisterfahrer hat seinen Wagen mitten auf der Autobahn 1 bei Schwerte in Nordrhein-Westfalen abgestellt. Der Senior war falsch auf die Autobahn Richtung Köln aufgefahren, wie die Polizei berichtete.

Von zahlreichen Autofahrern alarmiert machte sich die Polizei auf die Suche nach dem Falschfahrer.

Knapp 1500 Meter hinter der Auffahrt Schwerte fanden die Polizisten den Wagen des 97-Jährigen auf dem linken Fahrstreifen stehend. Passiert war nichts. Die Beamten leiteten den Wagen von der Autobahn, stellten den Führerschein sicher und verboten dem Rentner die Weiterfahrt.

Rentner als Verkehrsrisiko

Immer wieder kommt es zu Unfällen mit sehr alten Autofahrern: Tatsächlich steigt die Zahl der an Verkehrsunfällen und der dabei geschädigten Fahrer über 65 seit fast 20 Jahren kontinuierlich an.

So war im März 2011 ein 86-Jähriger mit seinem Opel Corsa sogar in einem Baum geflogen, weil er einen Lkw zu spät bemerkt hatte. 2009 rast ein heute 80-Jähriger im Sauerland in einen Schützenumzug. Bei der Amokfahrt wurden zwei Menschen gestötet und 50 verletzt.

Eine Überprüfung der Verkehrstauglichkeit von Rentnern wird in Deutschland nur mäßig diskutiert und von vielen Politikern abgelehnt. Bislang gibt es keine Verpflichtung, sich einen Test zu unterziehen. Der ADAC rät allerdings eindringlich dazu und bietet ein spezielles Senioren-Training an.

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