Nachtflugverbot

Condor fliegt von Frankfurt ohne Gepäck in die Karibik

Der Pilot meinte es gut: Um die Passagiere nicht am Flughafen übernachten zu lassen, flog er los, bevor das Nachtflugverbot einsetzte. Einige Koffer blieben in Frankfurt.

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Wegen des Nachtflugverbots am Frankfurter Airport hat sich eine mit 256 Passagieren besetzte Maschine der Fluggesellschaft Condor am späten Donnerstagabend fast ohne Gepäck auf den Weg in die Dominikanische Republik gemacht.

Damit die Reisenden nicht die Nacht am Flughafen verbringen mussten, entschloss sich der Kapitän zum Start um 22.50 Uhr, obwohl der Großteil des Gepäcks wieder ausgeladen worden war, wie ein Condor-Sprecher am Samstag sagte. Von 23 Uhr bis 5 Uhr hätte der Flieger nach einem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshof nicht in die Luft gehen dürfen.

Die Koffer waren ausgeladen worden, nachdem vier eingecheckte Fluggäste nicht rechtzeitig in die Maschine eingestiegen waren.

Ohne die zugehörigen Reisenden darf Gepäck nicht abheben, wie der Sprecher sagte. Die meisten Koffer seien inzwischen bei den Urlaubern.