Euro-Rebell Kolbe

CDU-Abgeordneter tankte - und bezahlte nicht

Der Bundestagsabgeordnete und ehemalige sächsische Justizminister Manfred Kolbe (CDU) zahlt wegen Tankbetrugs eine Geldstrafe. Der 58-Jährige soll im vergangenen Jahr bei Leipzig getankt, aber nicht bezahlt haben. Es war nicht das erste Mal.

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Der sächsische CDU-Politiker Manfred Kolbe muss nicht wegen Tankbetrugs vor Gericht. Das Verfahren gegen den Bundestagsabgeordneten und früheren Justizminister von Sachsen wurde gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 1000 Euro eingestellt. Einen entsprechenden Bericht der „Dresdner Morgenpost“ bestätigte die Sprecherin des Amtsgerichts Borna, Ingrid Graf, am Freitag. Das Geld soll an das Jugendhaus Leipzig gehen. Damit bleibt Kolbe auch bei seinem dritten Schwarztanken ein Prozess erspart.

Im aktuellen Fall wurde ihm vorgeworfen, im Sommer 2010 an der Tankstelle Großpösna bei Leipzig ohne Bezahlung abgefahren zu sein. Schon 2002 und 2008 hatte der Politiker – wie er damals sagte – „im Stress“ das Bezahlen vergessen. Die Ermittlungen waren eingestellt worden, weil Kolbe die Rechnungen nachträglich beglich und ihm kein Vorsatz nachgewiesen werden konnte.

Kolbe war von 2000 bis 2002 Justizminister in Sachsen. Davor hatte er schon einmal zehn Jahre lang im Bundestag gesessen; nach dem Abschied aus dem Amt in Sachsen kehrte er in die Bundespolitik zurück.

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