Hamburg

Zu wenig Fleisch im Döner – Mann sticht auf Koch ein

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Der Streit um die Fleischportion in einem Döner hat einen Imbisskoch fast das Leben gekostet. Der unzufriedene Kunde stach auf den Mann ein.

Weil er nach einem Streit um die Größe einer Fleischportion im Döner den Imbisskoch mit einem Messer attackiert haben soll, muss sich ein 34-Jähriger in Hamburg vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten versuchten Mord zur Last. Er soll den Imbisskoch nach dem Streit von hinten angegriffen und mit dem Messer verletzt haben, als dieser ahnungslos ein Fußballspiel im Fernsehen sah. Laut einem Sprecher des Hamburger Landgerichts bestritt der Angeklagte die Tat.

Der Angriff ereignete sich laut Anklage am 13. Februar in einem Dönerrestaurant in der Hansestadt. Am Tag zuvor waren der Angeklagte und der Imbissmitarbeiter nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen der Dimension der Fleischfüllung in einem Döner in Streit geraten.

Der 34-Jährige verlangte demnach von dem Koch unter Verweis auf ihre beiderseitige ausländische Herkunft eine größere Portion, was dieser aber ablehnte. Im weiteren Verlauf soll es zwischen beiden zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, während der der Koch den Angeklagten mit einem großen Messer in der Hand aus dem Lokal vertrieben habe. Aus „gekränkter Ehre“ soll dieser am nächsten Tag zurückgekehrt sein, um seinen Kontrahenten zu töten.

Der Täter war nach der Tat unerkannt geflüchtet. Der Verdächtige wurde von der Polizei erst nach intensiven Ermittlungen im Mai in Berlin gefasst. Vor Gericht bestritt der Angeklagte dem Gerichtssprecher zufolge die Attacke auf den Imbisskoch.

Er habe sich mit diesem am 13. Februar tatsächlich über die Größe einer Fleischportion gestritten, sagte er demnach. Am folgenden Tag sei er aber nicht noch einmal in dem Imbiss gewesen, sondern habe sich woanders aufgehalten. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm zwischen drei und 15 Jahren Haft.

( AFP/kami )