Hurrikan "Irene"

In Amerika werden vor Halloween die Kürbisse knapp

Das Gruselfest "Halloween" könnte für viele Amerikaner dieses Jahr ein Horror im doppelten Sinne werden: Denn nach Hurrikan "Irene" droht Kürbisknappheit.

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In der Third Avenue merkt man noch nichts von der Kürbisknappheit, die gerade den gesamten Nordosten der USA heimsucht. Groß und orange, auf Leuchtglanz poliert, findet man drei Wochen vor Halloween die Früchte auf Tischen gestapelt. Die Farmer aber klagen.

So meint Darcy Pray, dem die Pray-Farm im Norden des Bundesstaates New York gehört: „Ich glaube, dieses Jahr wird es eine extreme Kürbisknappheit geben.“ Und er erzählt: „Ich habe versucht, von Leuten in Pennsylvania Kürbisse zu kaufen. Ich habe es bei uns hier vor Ort versucht und jenseits der Grenze in Kanada, in der Gegend von Quebec. Aber es gibt einfach keine.“

Übrigens sieht es auch jenseits des großen Teichs nicht gut aus. Die „Königliche Gesellschaft für Gartenbaukunst“ gibt mit Bestürzung bekannt: Der britische Kürbis als solcher wird dieses Jahr wohl eher klein ausfallen.

Was ist schuld an der Malaise? Erstens: das Wetter. Im Frühling und Frühsommer hat es im Nordosten Amerikas heftig geregnet, so dass die Farmer erst spät dazu kamen, Kürbisse zu pflanzen.

Zweitens: ein Pilz namens Phytophthora, der sich mit beinahe vernehmlichem Schmatzen über Kartoffeln, Erdbeeren und eben auch Kürbisse hermacht und sie abfaulen lässt.

Drittens: „ Irene “. Der Hurrikan hat den Kürbispflanzern buchstäblich den Rest gegeben. Ein Farmer musste ohnmächtig dabei zuschauen, wie seine gesamte Ernte – vielleicht 20.000 Kürbisse – in den Lake Champlain gespült wurde.

Wird Halloween mitsamt seinen gruselig ausgehöhlten Kürbisköpfen in diesem Jahr also aus dem Kalender gestrichen? Davon kann keine Rede sein. Aber der Preis für Kürbisse wird gemäß den Gesetzen der freien Marktwirtschaft wohl steil in die Höhe schießen.

Die Kürbisse in der Third Avenue stammen wahrscheinlich aus Ohio und sind entsprechend teuer. Mit Kürbishamsterkäufen muss gerechnet werden.

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