Verkehrssünder

Einarmiger Raser überholt mit Tempo 210 die Polizei

Ein Arm steckte in einer Schiene – trotzdem überholte ein Raser mit Tempo 210 ein Polizeiauto. Im Wagen des Rasers saßen auch drei falsch angegurtete Kinder.

Mit Tempo 210 hat ein einarmiger Raser auf der Autobahn 6 bei Landstuhl mit seinem Wagen ein Polizeiauto überholt. Auf dem Abschnitt sind nur 130 Kilometer in der Stunde erlaubt.

Wie die Polizei in Kaiserslautern am Sonntag mitteilte, gelang es den Beamten am Samstag erst nach mehreren Kilometern, den 31-Jährigen einzuholen und zu kontrollieren.

Der Mann war erst vor kurzem operiert worden und trug den rechten Arm in einer Schiene, die vor dem Bauch fixiert war. Er hatte drei Kinder im Auto, die laut Polizei nicht richtig angeschnallt waren.

Die Beamten verboten dem Raser die Weiterfahrt – sein Onkel holte alle Vier ab. Gegen den 31-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Arthur Abraham mit 230 km/h in Berlin gestoppt

Eine gute Woche zuvor hatte die Polizei einen prominenten Raser erwischt. Der Profi-Boxer Arthur Abraham soll mit mehr als 230 Stundenkilometern mit seinem Ferrari über die Autobahn A113 gebrettert sein . Dabei überholte er ein Fahrzeug – ohne zu wissen, dass es sich dabei um einen Videowagen des Verkehrsdienstes der Polizei handelte. In diesem Abschnitt der Schnellstraße sind aber nur 80 km/h erlaubt.

Dabei soll der Boxer mittels Lichthupe zwei weiteren Autofahrern signalisiert haben, ihm die linke Spur frei zu machen. Nachdem die Beamten Abraham mit Blaulicht und Martinshorn verfolgt hatten, leiteten sie ihn an der Anschlussstelle Oberlandstraße von der Autobahn.

Hier gab der 31-Jährige an, einen Termin anlässlich der Verleihung der "Goldenen Henne" am Potsdamer Platz einhalten zu müssen. Um weitere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu unterbinden, fuhren die Polizisten Abraham bis zu seinem Ziel hinterher und hatten ein Auge auf seine Fahrweise.

Den Profi-Boxer erwarteten 1360 Euro Geldbuße, vier Punkte im Verkehrszentralregister sowie ein Fahrverbot von drei Monaten.