"Tutanch-Alan"

Toter Brite im TV wie Pharao mumifiziert

Der Taxifahrer Alan Billis könnte nach seinem Tod als "Tutanch-Alan" berühmt werden. In einem TV-Experiment wird sein toter Körper wie im Alten Ägypten mumifiziert.

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/EPA

Erstmals seit 3000 Jahren ist nach Angaben einer TV-Dokumentation ein Verstorbener nach Art ägyptischer Pharaonen mumifiziert worden. Der britische Taxifahrer Alan Billis war im Januar an Lungenkrebs gestorben und hatte sich zuvor freiwillig für das TV-Experiment gemeldet.

Sich selbst nannte Billis „Tutanch-Alan“ in Anspielung auf den ägyptischen Pharao Tutanchamun, dessen Mumie als eine der am besten erhaltenen der Welt gilt. „Es macht keinen Unterschied für mich. Ich werde es nicht spüren“, sagte Billis vor seinem Tod. Die Dokumentation soll am kommenden Montag im britischen Fernsehsender Channel 4 gezeigt werden.

Die Wissenschaftler unter Leitung des forensischen Pathologen Peter Vanezis behandelten Billis' Leichnam entsprechend der Art und Weise, wie es vor 3000 Jahren die Ägypter taten. Dazu entfernten sie Billis dem Sender zufolge die inneren Organe bis auf Herz und Gehirn und legten seinen Körper einen Monat lang in ein Salzbad.

Anschließend trockneten sie den Körper in einem speziell dafür eingerichteten Raum und wickelten ihn in Leinentücher ein, um ihn vor Licht und Insekten zu schützen. Die Technik beruht auf Erkenntnissen des Chemikers Stephen Buckley von der Universität York, der den Mumifizierungsprozess knapp 20 Jahre lang untersuchte.

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