Apfel-Ritual

Sekte will Steve Jobs' Wiedergeburt einleiten

Einmal in einen Apfel beißen, drei Minuten andächtig Schweigen und dann das geschaffene Abbild des Apple-Logos ins Meer werfen. Mit dieser bizarren Zeremonie will eine buddhistische Sekte in Malaysia die Reinkarnation von Steve Jobs vorantreiben.

Steve Jobs mag zwar gestorben sein, doch für viele lebt der Apple-Gründer weiter. Ein selbsternanntes Medium aus dem malaysischen Bundesstaat Rawang wollte sich mit dem Tod seines Idols einfach nicht abfinden, und so schuf er ein nie dagewesenes Ritual. Dessen Ziel: Steve Jobs soll wiedergeboren werden.

40 seiner Anhänger beteiligten sich an der bizarren Reinkarnations-Zeremonie. Die meisten von ihnen wussten zwar gar nicht, wer Jobs eigentlich war, aber sie hatten Spaß an einem kleinen Ausflug auf die malerische Insel Jerejak im Bundesstaat Penang. In dem Ritual mussten die Teilnehmer einmal in einen Apfel beißen und dieses Abbild von Jobs' Firmenlogo dann, nach drei Minuten des andächtigen Schweigens, ins Meer werfen. Bei einigen, so berichtet die Zeitung „Sin Chew Daily“, blieb allerdings von ihrem „Apple“ nur das Gehäuse übrig, denn die Früchte waren Zeugen zufolge gar so süß und schmackhaft.

Sowohl die Föderation der taoistischen Vereinigungen Malaysias als auch verschiedene buddhistische Gruppen sind empört: Das Ritual, so ihre Sprecher, sei „lächerlich und abergläubisch”. Was Steve Jobs, der selbst ein gläubiger und sehr ernsthafter Buddhist war, von der Zeremonie gehalten hätte, kann man sich ausmalen. Viel zitiert wurden nach seinem Tode die Sätze aus seiner Stanforder Universitäts-Rede 2005: „Der Tod ist höchstwahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens. Er ist der Vertreter des Lebens für die Veränderung. Er räumt das Alte weg, um Platz zu machen für das Neue.“

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