Südseeinsel Nuku Hiva

Deutscher Tourist wurde wohl von Jäger verspeist

Tod im Urlaubsparadies: Bei den Überresten auf Nuku Hiva handelt es sich wohl um den Deutschen Stefan R. Er soll Opfer eines Kannibalen geworden sein. Ein Jäger wird gesucht.

Foto: dpa / dpa/DPA

Der Verdacht, dass ein auf einer Südsee-Insel vermisster deutscher Urlauber einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist, hat sich erhärtet. Wie der Staatsanwalt des französischen Überseegebiets Polynesien, José Thorel, mitteilte, stammen die in einem abgelegenen Tal der Insel Nuku Hiva gefundenen Knochen und Kleidungsstücke aller Wahrscheinlichkeit nach von dem 40-Jährigen. Letzte Gewissheit soll nun noch eine DNA-Analyse bringen.

Der Deutsche und seine Freundin hatten im Rahmen ihrer Weltumsegelung mit ihrem Katamaran einen Zwischenstopp auf Nuku Hiva eingelegt, die zu den Marquesas-Inseln gehört. Nach Angaben seiner Freundin war der 40-Jährige auf Einladung eines einheimischen Jägers zu einer Bergtour aufgebrochen.

Nach einer Weile sei dieser allein aus dem Tal zurückgekehrt und habe der Frau berichtet, ihr Freund sei verletzt und bräuchte dringend Hilfe. Sie sei mitgekommen, doch plötzlich habe er sie mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und am Ende an einen Baum gebunden. Sie konnte sich allein befreien und alarmierte die Behörden.

Diese fanden schließlich eine frische Feuerstelle mit menschlichen Knochenresten, Zähnen und Kleidung. Die Ermittler fahnden nun nach dem 31-jährigen Jäger wegen des Verdachts auf Mord, Entführung und sexueller Gewalt.

Französisch-Polynesien liegt im Pazifik, die bekannteste Insel ist Tahiti.

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